1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa

Bombenanschlag auf Polizeikaserne in Spanien

Bei der Explosion einer Autobombe sind in Nordspanien mehr als sechzig Menschen verletzt worden. Hinter dem Anschlag wird die baskische Untergrundorganisation ETA vermutet.

Helfer vor zerstörtem Auto (Foto: AP)

Der Anschlag geht vermutlich auf das Konto der ETA

Die Bombe detonierte am frühen Mittwochmorgen (29.07.2009) neben einem Gebäude der Guardia Civil in der nordspanischen Stadt Burgos. Bei der Explosion wurden mehr als sechzig Menschen verletzt. Außerdem gab es große Schäden an dem Gebäude sowie an benachbarten Häusern. Eine Seitenwand der 14-stöckigen Polizeikaserne stürzte fast komplett ein.

Kein Warnanruf

Die Bombe war in einem Lieferwagen versteckt, den die Terroristen hinter der Kaserne abgestellt hatten. Nach Angaben einer Polizeisprecherin steht hinter dem Anschlag vermutlich die baskische Untergrundorganisation ETA. Allerdings wies die ETA vorher nicht, wie sonst üblich, telefonisch auf das Attentat hin. Die Täter wollten offenbar so viel Schaden anrichten wie möglich.

Die Opfer erlitten Schnittwunden durch Glassplitter und Prellungen. Es sei ein Wunder, dass bei der Explosion niemand getötet wurde, sagte ein Sprecher der Regionalregierung von Kastilien-León. Die meisten Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, die übrigen wurden in einem angrenzenden Gebäude der Lokalpolizei medizinisch versorgt. Die Sicherheitskräfte sperrten den Tatort weiträumig ab.

Anschlag erwartet

Das spanische Innenministerium hatte mit einem Anschlag der ETA gerechnet, weil die Organisation am Freitag den 50. Jahrestag ihrer Gründung begeht. In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrere ETA-Attentate gegeben. Am 19. Juni wurde nahe Bilbao ein Polizeikommissar getötet.

Die ETA kämpft für einen unabhängigen Baskenstaat und hat seit ihrem ersten tödlichen Anschlag 1968 fast 850 Menschen umgebracht. Momentan gilt sie dank Fahndungserfolgen der Polizei als geschwächt. Erst im April war der mutmaßliche ETA-Militärchef Jurdan Martitegi in Südfrankreich festgenommen worden. (gri/kle/dpa/ap/afp/rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema