1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Bolt mit lockerem Sieg

Usain Bolt wird seiner Favoritenrolle bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Moskau gerecht. Über 100 Meter ist der Jamaikaner nicht zu schlagen. Doch auch ein Deutscher sorgt bei der WM für Aufsehen.

Usain Bolt ist erneut Weltmeister. (Foto: REUTERS)

Usain Bolt ist erneut Weltmeister

Die Frage war nicht ob, sondern wie er gewinnt. Usain Bolt ist erneut Weltmeister über 100 Meter geworden. Im Finale überquerte er nach 9,77 Sekunden die Ziellinie, vor dem Amerikaner Justin Gatlin (9,85) und seinem jamaikanischen Landsmann Nesta Carter (9,95). Bei Regen verfehlte Bolt zwar einen neuen Weltrekord, ließ der Konkurrenz aber trotzdem keine Chance. Sein Triumphzug geriet allerdings mehr zur Pflichübung, denn seine stärksten Gegner waren bei der WM gar nicht erst angetreten: Der US-Amerikaner Tyson Gay und der gar nicht erst qualifizierte Asafa Powell aus Jamaika waren im Vorfeld der WM positiv getestet worden. Titelverteidiger und Yohan Blake (Jamaika) hatte verletzt abgesagt. Für den 26-Jährigen war es die insgesamt sechste Goldmedaille, damit fehlen dem Sprint-Star nur noch zwei Titel, um Carl Lewis als erfolgreichsten Leichtathleten der WM-Geschichte abzulösen.

Nach 16 Jahren wieder Silber

Michael Schrader gewinnt WM-Silber. (Foto: Getty Images)

Michael Schrader gewinnt WM-Silber

Michael Schrader hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau die Silbermedaille im Zehnkampf geholt. Beim WM-Triumph von Olympiasieger Ashton Eaton aus den USA sorgte er für die erste WM-Medaille deutscher Zehnkämpfer seit 16 Jahren. Dritter wurde Damian Warner aus Kanada. "Zehnkämpfer waren in Deutschland immer Helden der Nation. Deshalb ist es ein traumhafter Start in die WM", sagte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und freute sich speziell für Schrader, der lange Zeit mit Verletzungen zu kämpfen hatte. "Das ist eine besondere Story und für ihn nach so langer Durststrecke ein Triumph." Schrader waren die Qualen von zwei Tagen und zehn Disziplinen kaum anzusehen. Mit strahlendem Lächeln im Gesicht und Deutschland-Fahne um die Schultern ließ sich der 26-Jährige für seinen Silber-Coup feiern und sehnte sich nach einer "schönen Flasche Wodka" mit seinen Kollegen: "Die haben wir uns schon ausgeguckt und dann wird gefeiert."

Die weiteren deutschen Medaillen-Hoffnungen am Auftaktwochenende platzten. Für Diskuswerferin Nadine Müller, die vor zwei Jahren noch Silber gewonnen hatte, reichte es diesmal nur zum undankbaren vierten Platz mit 64,47 Metern, zu Bronze fehlten der Deutschen am Ende nur 49 Zentimeter. Gold holte einmal mehr Sandra Perkovic aus Kroatien mit 67,99 Metern.

Reese mit drittem Gold in Folge

Weitspringerin Sosthene Moguenara stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: Nach ihrer Leistungsexplosion kurz vor der WM hatte sich die Deutsche einfach mehr vorgenommen. Die 23-Jährige war mit neuer Bestleistung von 7,04 Metern als Nummer zwei der Welt nach Russland gereist, kam im Finale aber nicht über 6,42 Meter und den zwölften Platz hinaus. Gold gewann die US-Amerikanerin Brittney Reese, die damit ihr drittes Weltmeisterschafts-Gold in Serie gewinnen konnte. Die Olympiasiegerin setzte sich im Moskauer Luschniki-Stadion mit 7,01 Metern durch. Zweite Blessing Okagbare aus Nigeria (6,99 Meter) vor der Serbin Ivana Spanovic mit 6,82 Metern.

Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba aus Äthiopien gewann über 10.000 Meter. Nach 30:43,53 Minuten freute sich Dibaba über die ersehnte Goldmedaille. Der Russe Alexander Iwanow hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau die erste Medaille im Gehen gewonnen. Der 20-Jährige setzte sich über 20 Kilometer (1:20:58 Stunden) auf dem Rundkurs an der Moskwa durch und kam als Erster ins Ziel. Der Deutsche Christopher Linke kam mit 1:38 Minuten Rückstand auf Platz neun. "Die Bedingungen waren natürlich extrem. Es war sehr, sehr heiß und die Strecke ganz schön anspruchsvoll", berichtete Linke.