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Aktuell Amerika

Boliviens Präsident Morales vor Wiederwahl

In Bolivien wird an diesem Sonntag gewählt. Die Wiederwahl von Staatschef Evo Morales für eine dritte Amtszeit gilt als sicher. Doch der will mehr: Er träumt von einer Zweidrittelmehrheit im Parlament.

Evo Morales Herausforderer sind weit abgeschlagen: Umfragen sehen den Unternehmer Samuel Doria Medina bei etwa 18 Prozent, Ex-Präsident Jorge Tuto Quiroga bei rund neun Prozent. Dem bolivianischen Staatschef Morales scheint mit etwa 59 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit für seine dritte Amtszeit in Folge sicher, doch eigentlich will er mehr: Er hofft auf eine Zweidrittelmehrheit, wodurch eine Verfassungsänderung möglich wäre. Diese könnte ihm eine weitere Wiederwahl erlauben.

Wahl Bolivien Wahlkampf Evo Morales 08.10.2014

Evo Morales kann bei der Wahl offenbar mit einer absoluten Mehrheit der Stimmen rechnen.

Extreme Armut halbiert

Den größten Rückhalt hat der 54-Jährige in den armen Bevölkerungsschichten im Hochland. Der erste Indio-Präsident eines südamerikanischen Landes ist seit 2006 im Amt und setzte die Verstaatlichung von Bodenschätzen gegen erheblichen Widerstand durch. Zugleich versuchte Morales, die Produktion im Land anzukurbeln und nicht nur unbearbeitete Rohstoffe zu exportieren. Seit seinem Amtsantritt wuchs die Wirtschaft des Andenstaates jährlich um durchschnittlich 4,8 Prozent, 2013 waren es sogar 6,8 Prozent. Zugleich sank die extreme Armut in Bolivien von 37 Prozent auf 18,7 Prozent.

Neben dem Präsidentenamt werden auch die 36 Sitze des Senats und die 130 Mandate im Abgeordnetenhaus neu vergeben.

ab/se (afp, dpa, epd)

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