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Aktuell Afrika

Boko Haram Terror in Nigeria geht unvermindert weiter

Die Gewaltwelle in Nigeria ebbt nicht ab. Mutmaßliche Kämpfer der islamistischen Terror-Organisation Boko Haram haben mehrere Kirchen im Nordosten Nigerias angegriffen. Dabei soll es viele Tote gegeben haben.

Augenzeugen berichteten von zahlreichen Anschlagsopfern am ersten Tag des islamischen Fastenmonats Ramadan; die Zeitung "Daily Post" sprach von möglicherweise mehr als 100 Toten. Ziel der Anschläge waren zunächst fünf Kirchen im Kwada nahe der Stadt Chibok gewesen. Die Islamisten haben Berichten zufolge vor allem Kirchgänger angegriffen und getötet, die auf dem Weg in die christlichen Gotteshäuser waren. Anschließend hätten die Terroristen im Nachbarort Kautikari Zivilisten attackiert und Gebäude in Brand gesetzt. Das Militär habe nicht auf Hilferufe reagiert. Stattdessen hätten die Soldaten die Flucht ergriffen.

Hilfloses Militär

Das Militär war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Behörden gehen davon aus, dass die Terrororganisation Boko Haram hinter den Anschlägen steckt. In Chibok hatte Boko Haram im April fast 300 Schülerinnen entführt. Die Tat sorgte international für Empörung. Örtliche Würdenträger und Eltern der Mädchen warfen dem Militär vor, nichts zur Freilassung der Entführten zu unternehmen. Mehr als 219 Mädchen sind noch immer in der Hand der Islamisten, die anderen konnten fliehen.

Boko Haram kämpft für einen islamischen Gottesstaat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias und verübt seit 2009 immer wieder Anschläge auf Nigerias Polizei, Armee und Behörden, aber auch auf Kirchen, Schulen und Bars. Allein in diesem Jahr wurden bereits fast 2000 Menschen bei Angriffen der Gruppe getötet.

hf/kle (afp, dpa, rtre)