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Aktuell Afrika

Boko Haram lässt fast 200 Gefangene frei

Die Boko-Haram-Miliz hat nach Angaben der nigerianischen Behörden etwa 190 Gefangene freigelassen. Die Frauen, jungen Männer und Kinder waren vor knapp drei Wochen verschleppt worden.

Mindestens 20 der damals Entführten befänden sich allerdings immer noch in der Gewalt der Extremisten teilte ein Sprecher des Gouverneurs von Yobe mit. Einige der freigelassenen Frauen sagten, sie seien von den Islamisten weggeschickt worden, weil sie sich geweigert hätten, nach den Regeln von Boko Haram zu leben.

Brutaler Kampf für einen Gottesstaat

Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für die Errichtung eines Gottesstaats. Bei Angriffen auf Sicherheitskräfte, Behörden, Schulen und Kirchen töteten die Extremisten seit dem Jahr 2009 mehr als 13.000 Menschen. In den vergangenen Monaten übernahm die Miliz in dutzenden Städten und Dörfern der Bundesstaaten Yobe, Borno und Adamawa die Kontrolle.

Die Miliz ist wegen zahlreicher Gräueltaten gefürchtet und hat in den vergangenen Jahren häufig vor allem junge Nigerianer verschleppt. Jungen wurden Sicherheitsexperten zufolge als Kämpfer zwangsrekrutiert, Mädchen in die Sexsklaverei gezwungen.

Der Vormarsch von Boko Haram überschattet die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Nigeria, die am 14. Februar stattfinden sollen. Trotz Verzögerungen bei der Zustellung der Wahlscheine hält die Wahlkommission bislang an dem Termin fest. Staatschef Goodluck Jonathan strebt eine weitere Amtszeit an.

US-Außenminister John Kerry wird an diesem Sonntag in Nigeria erwartet. Kerry hatte seine Reise in das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos angekündigt.

haz/cw (rtr, afpe, ap)