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Aktuell Afrika

Boko Haram: Gewalt ohne Ende?

Durch die Explosion mehrerer Bomben sollen in der nordnigerianischen Stadt Maiduguri mindestens 20 Menschen getötet worden sein. Für die Anschläge wird die islamistische Terrormiliz Boko Haram verantwortlich gemacht.

Ein Sprengsatz sei in einer Moschee in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, detoniert, berichtete die Online-Ausgabe der Zeitung "Premium Times". Die Explosion wurde offenbar ausgelöst, als Menschen nach einem Sprengsatz suchten, der nicht detoniert war. Eine weitere Bombe wurde später anscheinend von zwei Mädchen gezündet. Begleitet wurden die Anschläge von Angriffen von Boko-Haram-Einheiten. Bei den Gefechten mit der Armee sollen mindestens 15 Menschen getötet worden sein.

Laut Berichten lokaler Medien wurden Boko-Haram-Kämpfer beim Marsch auf Maiduguri von Regierungstruppen gestoppt. Dabei sollen sich zwei Selbstmord-Attentäter in die Luft gesprengt und mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen haben. Andere Agenturen sprechen von einer deutlich höheren Anzahl an Opfern. Ein Armeesprecher erklärte dagegen, zehn Angreifer seien gestoppt worden, bevor sie sich in die Luft sprengen konnten.

Nigerias Präsident geht von Sieg über Boko Haram aus

Nun versucht die Politik Druck auf die Armee Nigerias auszuüben. Präsident Muhammadu Buhari hat den Sicherheitskräften eine Frist bis Jahresende gesetzt, um Boko Haram zu besiegen. Erst an Heiligabend erklärte er in einem Interview mit dem britischen Sender BBC, Nigeria habe "den Krieg praktisch gewonnen". Es gebe keine schweren Angriffe mehr, sondern nur noch leichte Kämpfe, die sich auf eine Region im Bundesstaat Borno beschränkten.

Boko Haram will in der Region einen Gottesstaat errichten. Seit 2009 hat die Terrororganisation etwa 17.000 Menschen getötet, rund 2,2 Millionen sind auf der Flucht vor der Gewalt.

cgn/jj (rtr/epd/ap)

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