1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Boem düpiert die Sprinter

André Greipel verpasst seinen zweiten Giro-Etappensieg. Zwar deutet im Vorfeld alles auf einen Massensprint hin, doch eine Fluchtgruppe kommt durch und die Tifosi dürfen sich über einen Sieger aus Italien freuen.

Die Topsprinter mit André Greipel an der Spitze hatten auf einen Massensprint gehofft - aber eine Ausreißergruppe machte ihnen auf der 10. Giro-Etappe einen Strich durch die Rechnung. Den Tagessieg sicherte sich nach 200 Kilometern in Forli der Italiener Nicola Boem als Schnellster einer vierköpfigen Fluchtgruppe, die im Finale von den Verfolgern nicht mehr gestellt werden konnte. Im Spurt des Hauptfeldes 18 Sekunden später fuhr Greipel auf den dritten Platz und wurde in der Tageswertung damit Siebter.

Verlierer des Tages war Sky-Profi Richie Porte, der nach einem Defekt kurz vor dem Ziel den Anschluss verlor, abreißen ließ und wertvolle Zeit auf Contador einbüßte. Weil ihm sein Landsmann Simon Clarke vom Team Orica-GreenEdge bei der Reparatur unerlaubt half, kassierte der bis dahin auf Platz drei des Gesamtklassements liegende Porte gemäß den Regularien zusätzlich zwei Minuten Zeitstrafe. Als nun Gesamtzwölfter mit 3:09 Minuten Rückstand auf Contador kann sich Porte wohl vom Traum des Giro-Siegs verabschieden. Zweiter hinter dem Spanier bleibt der Italiener Fabio Aru mit drei Sekunden Rückstand auf Contador. Der Berliner Simon Geschke verteidigte sein Blaues Bergtrikot, das er einen Tag vor dem Ruhetag am vergangenen Sonntag erobert hatte. Bei der einzigen Bergwertung auf der ansonsten flachen Etappe sicherten sich auf halber Strecke fünf Ausreißer die Punkte. Im Klassement der besten Kletterer spielten sie jedoch keine Rolle.

In der Gesamtwertung geht das Sekundenspiel an der Spitze weiter: Contador fährt weiter im Rosa Trikot. Eventuelle Handicaps aus seiner Sturzverletzung vom vergangenen Mittwoch, als er sich die Schulter auskugelte, scheinen nicht mehr zu bestehen. Trotzdem kündigte der Spanier an, dass er seine Sitzposition beim 59 Kilometer langen Zeitfahren am Samstag in Treviso ändern wird, "um meine Schulter zu entlasten".

asz (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt