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Sport

Bodenpersonal an Flughäfen von Rio tritt in den Streik

Pünktlich zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft ist das Bodenpersonal an den drei Flughäfen von Rio de Janeiro in den Streik getreten. In São Paulo ist unterdessen ein neuer Streik der U-Bahnfahrer abgewendet.

Das Bodenpersonal habe sich "nach neun Monaten intensiver, aber erfolgloser Verhandlungen" für den Streik entschieden, erklärte die Gewerkschaft. Sie verlangt für ihre Mitglieder bis zu zwölf Prozent mehr Lohn, Bonuszahlungen für die WM und bessere Arbeitsbedingungen. Betroffen von dem Streik sind Rios internationaler Flughafen Galeão, der Inlandsflughafen Santos Dumont und der Flughafen Jacarepaguá für Charterflüge.

An ein Gerichtsurteil, wonach 80 Prozent der Mitarbeiter ganz normal zur Arbeit gehen müssen, will sich die Gewerkschaft aber halten. Das bedeutet, dass lediglich ein Fünftel der Mitarbeiter für 24 Stunden die Arbeit niederlegen wird. Der Streik sei aber bislang ohne größere Auswirkungen geblieben, berichteten örtliche Medien.

In São Paulo hingegen stimmten die U-Bahn-Angestellten gegen einen neuen Streik, nachdem sie in der vergangenen Woche mit einem fünftägigen Streik für ein Verkehrschaos in der 20-Millionen-Metropole gesorgt hatten. Gewerkschaftschef Altino Melo dos Prazeres hatte danach mit einer Wiederaufnahme des Arbeitskampfes zum WM-Auftaktspiel am Donnerstag gedroht.

Im Corinthians-Stadion von São Paulo wird am Nachmittag um 15.15 Uhr (20.15 Uhr MESZ) die Fußball-Weltmeisterschaft mit einer 25-minütigen Show in der Corinthians-Arena eröffnet. Um 17.00 Uhr (22.00 Uhr MESZ) erfolgt dann der Anpfiff der WM-Auftaktpartie Brasilien-Kroatien. Klarer Favorit ist Gastgeber Brasilien. Die Mannschaft von Trainer Luiz Felipe Scolari strebt den sechsten WM-Titel an. Zu dem Eröffnungsspiel wird auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erwartet. Das Abschlussspiel findet am 13. Juli in Rio statt.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff machte vor dem Start der Fußball-WM klar, dass die Sicherheitskräfte keine Toleranz gegenüber Randalierern zeigen werden. Man werde "die Sicherheit aller Touristen garantieren."

"Wir sind ein demokratisches Land, und wir respektieren das Recht der Menschen zu demonstrieren", sagte Rousseff am Vorabend des WM-Anpfiffs. Doch es werde nicht die "geringste Rücksichtnahme" gegenüber denen geben, die meinten, sie könnten randalieren.

pg/sti (dpa, afp)