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Fußball

Bochum wirft Stuttgart aus dem DFB-Pokal

Stuttgart ist nach Mainz als zweiter Erstligist schon in der Auftaktrunde des DFB-Pokals gescheitert. Dortmund müht sich gegen starke Stuttgarter Kickers und gewinnt dann doch. In Siegen gibt es ein Elfmeterdrama.

Der VfB Stuttgart ist als zweiter Fußball-Bundesligist in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Die Mannschaft von Trainer-Rückkehrer Armin Veh unterlag nach einer enttäuschenden Leistung beim Zweitligisten VfL Bochum mit 0:2 (0:1). Am Freitag war bereits der FSV Mainz 05 im Elfmeterschießen beim Drittliga-Tabellenführer Chemnitzer FC ausgeschieden. Matchwinner der Bochumer war Simon Terodde, der den VfL mit seinen Toren vier und fünf (9. Minute und 48.) im dritten Pflichtspiel der Saison fast im Alleingang in die zweite Runde schoss.

Während bei den Westfalen nach dem gelungenen Saisonstart nun endgültig Euphorie ausbricht, muss Veh nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung schon mit einem mulmigen Gefühl in Richtung Bundesligastart bei Borussia Mönchengladbach am kommenden Samstag (23.08.2014) blicken. "Wir haben uns sehr schwer getan nach dem schnellen Rückstand. Trotzdem haben wir bis zur Pause noch ganz ordentlich gespielt", bilanzerte Veh, der schon vorher intensiv vor den Bochumern gewarnt hatte. Sein Bochumer Kollege Peter Neururer war natürlich "absolut zufrieden. Man hat heute wieder gesehen, dass wir jetzt viel mehr Möglichkeiten in der Offensive haben."

Kein Klassenunterschied

Simon Terodde (l.) überwindet Keeper Sven Ulreich zum 2:0 (Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Simon Terodde (l.) überwindet Keeper Sven Ulreich

Rund 23.000 Zuschauer sahen aggressiver in den Zweikämpfen agierende Hausherren, die durch Stürmer Terodde, der einen Abstimmungsfehler zwischen Stuttgarts Neuzugang Oriol Romeu und Torwart Sven Ulreich ausnutzte, in Führung gingen. Die Schwaben, denen man die fehlende Spielpraxis deutlich anmerkte, hatten während des ganzen Spiels mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen. Nach dem Führungstreffer wurde das Spiel zerfahrener mit Fehlpässen auf beiden Seiten. Die erste zwingende Torchance erspielte sich der Bundesligist erst gut zehn Minuten vor der Halbzeit in Person von Pechvogel Romeu. Sein strammer Rechtsschuss aus 20 Metern verfehlte nur knapp das Bochumer Tor. Vor allem Stuttgarts Ulreich machte keinen sicheren Eindruck in der ersten Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff schockte Terodde die Stuttgarter erneut und erhöhte nach einem sehenswerten Konter und mustergültigem Zuspiel von Stanislav Sestak eiskalt auf 2:0. Von Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften war auf dem Platz nichts zu sehen. Stuttgart fand weiterhin nicht ins Spiel und zeigte keinerlei Reaktion auf den Rückstand. Bei den über weite Strecken bärenstarken Gastgebern verdienten sich Terodde und Abwehrchef Jan Simunek die Bestnoten, bei den Gästen rief kein einziger Spieler sein Potenzial ab.

Favoriten setzen sich durch

Sandrino Braun (2.v.l.) kämpft mit Milos Jojic (l.) um den Ball (Foto: REUTERS/Ralph Orlowski)

Zweikampf: Stuttgarts Braun gegen Jojic (l.) vom BVB

Die weiteren Bundesligisten gaben sich am Samstag derweil keine Blöße. Vizemeister Borussia Dortmund hatte beim 4:1 (1:0) beim Drittligisten Stuttgarter Kickers aber einige Mühe. Der dreimalige Pokalsieger Borussia Mönchengladbach behielt beim Regionalligisten FC Homburg mit 3:1 (2:1) die Oberhand. Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln löste die Pflichtaufgabe beim Viertligisten FT Braunschweig mit 4:0 (0:0), Hertha BSC kam bei Regionalligist Viktoria Köln zu einem 4:2 (2:0)-Erfolg. Hannover 96 zitterte sich in Unterzahl beim Viertligisten FC Astoria Walldorf zu einem 3:1 (1:0). Auch Eintracht Frankfurt setzte sich beim Viertligisten Viktoria 1889 Berlin durch. Der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf reichte eine schwache Vorstellung für einen letztlich glücklichen 2:0 (1:0)-Sieg.

Zweitligist FSV Frankfurt hatte am Abend einen ganz langen Weg in die zweite Runde des Pokalwettbewerbs. Gegen die frisch aufspielenden Sportfreunde Siegen aus der vierten Liga roch es lange nach einer Sensation. Entschieden wurde die Partie letztlich im Elfmeterschießen. Der FSV setzte sich mit 5:4 i.E (3:3 n.V.,2:2,1:2) durch. Auch die weiteren Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, FC St. Pauli, SpVgg Greuther Fürth und Eintracht Braunschweig zogen geschlossen in die nächste Runde ein. Lautern setzte sich beim SV Wehen Wiesbaden mit 5:3 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen durch, St. Pauli gewann bei Optik Rathenow mit 3:1 (2:0), Greuther Fürth siegte beim SV Waldkirch mit 3:0 (0:0) und Braunschweig setzte sich beim Bremer SV mit 1:0 (0:0) durch.

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