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Automobilindustrie

BMW ruft eine Million Autos in den USA zurück

Wegen falscher Verkabelungen und einem fehlerhaften Ventil besteht bei in den USA und Kanada verkauften Autos von BMW Brandgefahr. Auch ohne diese Hiobsbotschaft hat BMW auf dem wichtigen US-Markt bereits Probleme.

BMW beordert in Nordamerika bei zwei unterschiedlichen Rückrufaktionen wegen möglicher Brandgefahren insgesamt rund eine Million Fahrzeuge in die Werkstätten. Grund für den einen Rückruf seien mögliche Probleme mit der Verkabelung eines Gebläse-Reglers der Klimaanlage, die einen Kurzschluss auslösen könnten, sagte ein Sprecher am Freitag in München. Im anderen Fall handelt es sich um ein Ventil zur Entlüftung des Kurbelgehäuses, das sich unter bestimmten Umständen überhitzen und Feuer fangen kann.

Von dem Rückruf wegen Verkabelungsproblemen seien rund 670.000 Fahrzeuge der 3er-Serie der Baujahre 2006 bis 2011 betroffen. Bei dem zweiten Fall handele es sich um 740.000 Wagen unterschiedlicher Modelle, darunter die Geländewagen X3 und X5 und der Sportwagen Z4, aus dem Zeitraum 2007 bis 2011. Da mehrere Fahrzeuge von beiden Problemen betroffen seien, liege die Gesamtzahl bei etwa einer Million. Der Großteil entfalle auf die USA, lediglich 15.000 seien in Kanada unterwegs.

Absatzschwäche und IT-Probleme

Der Autokonzern BMW schwächelt auf dem US-Markt weiter. Im Oktober wurden die Münchener mit 26.877 Fahrzeugen ihrer Marken BMW und Mini 3,9 Prozent weniger Neuwagen los als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag am US-Sitz in Woodcliff Lake (US-Bundesstaat New Jersey) mit.

Bei der Hausmarke BMW betrug das Minus 3,4 Prozent, die Tochter Mini verzeichnete einen Rückgang um 7,2 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf sanken die Konzernverkäufe insgesamt um 5,1 Prozent. Wegen IT-Problemen wurden die Ergebnisse mit einem Tag Verzögerung veröffentlicht.

dk/kle (dpa, rtr)