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Wirtschaft

BMW präsentiert neue Marke für Elektroautos

Der Münchner Autobauer BMW hat für seine ersten beiden Elektroautos eine neue Marke aus der Taufe gehoben. Die Autos sollen ab 2013 in Leipzig gebaut werden und Kern eines neuen Angebots rund um Mobilität sein.

BMW-Designstudie eines Elektroautos (Grafik: BMW Group)

Kommt so garantiert nicht auf die Straße: BMW-Designstudie

Irgendwann im Jahr 2013 soll sie beginnen, die grüne automobile Zukunft von BMW. Damit dann aber auch wirklich jeder weiß, dass BMW der erste Premiumhersteller ist, der ein wirklich serienreifes Elektroauto auf den Markt bringt, haben die Münchner eine große Marketingschlacht begonnen. Ganz besondere Bedeutung hat bei der Einführung einer neuen Produktlinie stets der Name. Doch statt sich gänzlich vom Mutterschiff zu lösen, haben die Marketing-Manager kurzerhand ein i an das BMW angehängt, und BMW i war geboren, versehen mit einem im hauseigenen kalifornischen Designstudio entworfenen Logo, natürlich einem Dynamisch gestalteten i.

Neues BMWi-Logo (Grafik: BMW Group)

So sieht ein in Kalifornien designtes dynamisches "i" aus

Entwicklungsvorstand Klaus Draeger erklärte in München, dass man 2013 mit dem BMW i3 und dem i8 gleich zwei Fahrzeuge des völlig neuen Konzepts auf den Markt bringen werde. Während es sich beim i3 um ein reinrassiges viersitziges Elektroauto ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor handelt, zielt der i8 auf den umweltfreundlichen Sportwagenfahrer, der ob des Schadstoffausstoßes bei herkömmlichen Boliden wohl mit Recht ein schlechtes Gewissen bekommt. Bei BMWs neuem Öko-Racer handelt es sich dann auch um einen Sportwagen mit Hybridantrieb, der im Stadtverkehr elektrisch rollt und erst bei höheren Geschwindigkeiten auf einen Verbrennungsmotor zugreift. Der Schadstoffausstoß soll sich so auf das Niveau eines Kleinwagens begrenzen lassen.

Design sketch BMW i3 und BMW i8 (Grafik: BMW Group)

Zwei Fahrzeuge, der BMW i3 und der BMW i8, werden ab 2013 unter der neuen Submarke an den Start gehen

Leipzig wird Kompetenzzentrum

Gebaut werden sollen beide Fahrzeuge im BMW-Werk Leipzig, das, so Draeger, "zum elektromobilen Kompetenzzentrum" des Unternehmens werden soll. Dafür investiert BMW rund 400 Millionen Euro in das Leipziger Werk, in dem 800 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Beim neuen Fahrzeugtyp soll Aluminium und CFK Carbon aus den USA, verwendet werden, das in Landshut verarbeitet wird. "Dadurch lässt sich das Mehrgewicht der Batterien komplett kompensieren". erläuterte Draeger, ohne beim Thema Leistung und Gewicht ins Detail zu gehen.

Lediglich BMW Group-Chefdesigner Adrian van Hooydonk ließ ein wenig tiefer blicken und zeigte an zwei Modellen, wie die beiden Fahrzeuge 2013 aussehen sollen. So bleibt unter anderem die typische BMW-Niere am Kühlergrill erhalten, auch wenn die Kühlfunktion des Grills mangels Verbrennungsmotor entfällt. Der weiß-blaue BMW-Propeller bekommt einen blauen Ring verpasst, und die Reifen des Fahrzeugs scheinen deutliche größer als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Dazu kommt vor allem beim i3 eine Fahrgastzelle mit viel Lichteinfall.

Mobilitätsdienstleistungen

Klaus Draeger, Forschungsvorstand der BMW AG (Foto: BMW AG)

Klaus Draeger, Forschungsvorstand der BMW AG

Darüber hinaus kündigte BMW an, groß ins Geschäft mit Mobilitätsdienstleistungen einsteigen zu wollen. So können Kunden sich dann direkt zum nächsten freien Parkplatz führen lassen. Dazu wurde eigens die Beteiligungsgesellschaft BMW i Ventures mit Sitz in New York gegründet, mit der sich das Unternehmen künftig strategisch bei Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen beteiligen will.

Wie viele Fahrzeuge des neuen Typs sich tatsächlich irgendwann verkaufen lassen, sei im Moment überhaupt noch nicht vorherzusagen, erklärte Entwicklungsvorstand Draeger. Bekanntlich hat die Bundesregierung erklärt, dass bis 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren sollen - und davon solle dann doch bitte ein großer Teil aus BMW i's bestehen, sagte Draeger. Und wenn nicht, dann bleibe ja immer noch China als Markt der Zukunft. Denn ein Land, in dem es über 80 Städte mit mehr als fünf Millionen Einwohnern gibt, sei ja geradezu wie gemacht für das BMW-Stadtauto, das die Münchener stolz "Megacity Vehicle" nennen.

Autor: Taufig Khalil
Redaktion: Rolf Wenkel