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Wirtschaft

BMW erfreut Anleger

Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich im Januar wieder leicht aufgehellt. Trotzdem konnte der DAX seine Gewinne nicht verteidigen. Tagessieger war das Papier von BMW.

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Zu Börsenbeginn gab es eine gute Nachricht: Die deutsche Wirtschaft beurteilt die Konjunkturaussichten wieder optimistischer. Dies ergab der sogenannte Geschäftsklima-Index, den das Münchner Ifo-Institut jeden Monat berechnet. Die Ifo-Volkswirte sehen die Index-Verbesserung als Zeichen für den Beginn der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland.

Die Börse profitierte jedoch nur bis zum Nachmittag von der verbesserten Stimmung. Dann sanken im Gefolge der US-Börsen auch in Frankfurt die Kurse. Zum Schloß blieb dem DAX ein dünnes Plus von 0,1 Prozent bei 5159 Punkten. Am Neuen Markt verlor der Nemax-50-Index 0,1 Prozent auf 1175 Zähler.

Bewegung gab es vor allem bei den Automobil-Werten. BMW hatte ein Rekordergebnis versprochen und sein Versprechen auch gehalten. Trotz schwieriger Zeiten für die Autobranche ist der Umsatz im vergangenen Jahr um über sieben Prozent gestiegen, insgesamt wurden über 900.000 Autos verkauft. Vor Steuern blieb ein Gewinn von über zwei Milliarden Euro, der Ausblick ist ebenfalls gut, und an der Börse werden solche Nachrichten mit einem Aufschlag von fast fünf Prozent für die BMW-Aktie belohnt.

Für das Papier von Volkswagen ging es über drei Prozent aufwärts. Händlern zufolge profitierte die Aktie auch von Übernahme-Fantasien. In einem Zeitungs-Interview wollte der zukünftige VW-Chef Bernd Pischetsrieder eine möglich Übernahme von VW nicht grundsätzlich ausschließen. Außerdem sagte Pischetrieder, er strebe eine Kapitalrendite von neun Prozent an.

DaimlerChrysler profitierte von den Nachrichten aus der Autobranche und legte drei Prozent zu.

Tagesverlierer war das Papier der deutschen Telekom, das fast vier Prozent abrutschte. Einem bislang unbestätigten Zeitungsbericht zufolge will das Bundeskartellamt noch in dieser Woche der US-Gesellschaft Liberty Media verbieten, das Fernseh-Kabelnetzes der Deutschen Telekom zu übernehmen.

Der Rentenmarkt verzeichnete leichte Verluste. Der Richtung
weisende Bund-Future fiel um 0,1 Prozent auf 106,95 Punkte. Der Rentenmarkt-Index Rex verlor 0,36 Prozent auf 112,27 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,82 Prozent, sechs Basispunkte höher als am Freitag.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 79,32 -0,23
Allianz 268,89 2,49
BASF 44,71 -0,59
Bayer 37,27 -0,35
Bay. HypoVereinsbank 36,00 0,19
BMW 40,28 1,79
Commerzbank 19,92 0,38
DaimlerChrysler 48,47 1,32
Degussa 32,16 -0,40
Deutsche Bank 75,15 0,00
Deutsche Post 15,09 -0,16
Deutsche Telekom 17,30 -0,64
E.ON 59,21 0,29
Epcos 47,24 -0,10
Fresenius Medical Care 67,06 -0,83
Henkel 64,06 0,76
Infineon Technologies 23,34 -0,52
Linde 48,31 0,81
Lufthansa 17,10 0,03
MAN 26,77 0,77
Metro 37,90 -1,10
MLP 77,05 2,05
Münchener Rück 275,94 -0,26
Preussag 34,02 0,81
RWE 43,27 -0,03
SAP 167,50 -1,40
Schering 64,00 0,00
Siemens 70,95 -0,15
ThyssenKrupp 16,65 0,26
VW 53,20 1,70


Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen:
Ein Euro entspricht
0,8578 US-Dollar
114,91 jap. Yen
0,6096 brit. Pfund

  • Datum 28.01.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1lSZ
  • Datum 28.01.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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