1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Bluttat in Reutlingen war kein Terrorakt

In Reutlingen hat ein 21-jähriger Asylbewerber aus Syrien eine Frau mit einem Dönermesser getötet. Fünf Menschen wurden verletzt, Augenzeugen gerieten in Panik. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

Der Mann, der bereits wegen mehrerer Körperverletzungen bekannt war, wurde kurz nach der Bluttat festgenommen. Anhaltspunkte für einen terroristischen Anschlag gebe es nicht, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Der mutmaßliche Angreifer und sein Opfer hatten zusammen in einer Gaststätte gearbeitet. Zwischen dem 21-Jährigen und der 45-jährigen Frau kam es laut Polizei zu einem Streit - worum es dabei ging, konnte die Behörde bislang nicht sagen.

Die Gewalttat geschah den Angaben zufolge in der Nähe des Zentralen Omnibusbahnhofs. Die Frau sei tödlich im Kopfbereich getroffen worden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Bei der Tatwaffe handele es sich nicht - wie zunächst berichtet - um eine Machete, sondern um ein Dönermesser. Insgesamt sprach die Polizei von fünf verletzten Menschen.

Deutschland Reutlingen Mann tötet Frau und verletzt mehrere Foto: alliance/dpa/Sdmg/Wassermann

Nach dem Angriff in Reutlingen haben Polizeibeamte den Tatort abgesperrt

Der Tatverdächtige selbst war wegen schwerer Verletzungen nicht vernehmungsfähig. Er müsse intensivmedizinisch betreut werden und werde von der Polizei bewacht, hieß es. Der 21-Jährige wurde auf der Flucht beim Zusammenprall mit einem Auto schwer verletzt. Der Fahrer des Wagens habe den flüchtenden Angreifer mit seinem Wagen bewusst angefahren, bestätigte ein Polizeisprecher. Der Mann stürzte zu Boden, Polizisten nahmen ihn fest. Der Autofahrer hatte die Bluttat zuvor gesehen und sein Auto auf den Angreifer gesteuert.

Bevölkerung stark verängstigt

Die Tat im Zentrum der rund 110.000 Einwohner zählenden Stadt nahe Stuttgart löste bei Augenzeugen Panik aus. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht mehr, teilte das Rathaus zwei Stunden nach der Tat mit. Die Stadtverwaltung richtete einen Führungsstab ein, um die Polizei bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zahlreiche Einwohner hatten sich zuvor aus Sorge per Notruf bei der Polizei gemeldet. Sie waren unter dem Eindruck des Amoklaufs von München den Angaben zufolge durch das Verbrechen in ihrer Stadt stark verunsichert und verängstigt.

cgn/jj/ml (afp, dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt