1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Asien

Blutiger Tag in Afghanistan

Bei einer Serie von Bomben- und Selbstmordanschlägen sind in Afghanistan mindestens 40 Menschen getötet worden, darunter mehrere Kinder. In Pakistan geht die Armee wieder gegen radikale Islamisten vor.

Es war ein ganzes Selbstmordkommando, das sich in der Provinzhauptstadt Sarandsch in die Luft sprengte. Dabei wurden nach Angaben der Behörden mindestens 25 Menschen getötet. Unter den Opfern seien viele Kinder, sagte der Polizeichef der Provinz Nimros, Mohammed Musa Rasouli. Mehr als 60 weitere Menschen wurden verletzt, als drei Attentäter auf einem belebten Markt ihre Sprengwesten zündeten.

Ein Mitglied des Provinzrates sagte, sechs weiter Attentäter sein daran gehindert worden, ihre am Körper befestigten Sprengsätze zu zünden. Drei seien von Sicherheitskräften erschossen, drei festgenommen worden. Ziel der Anschläge sei ein Markt in der Nähe eines Krankenhauses gewesen, auf dem zahlreiche Menschen für das Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan in der nächsten Woche ihre Einkäufe tätigten. Zu den Taten bekannte sich bisher niemand. Ähnliche Attentate verübten in der Vergangenheit die radikal-islamischen Taliban.

Der Anschlag war einer der folgenschwersten in den vergangenen Monaten in Afghanistan. Nimros liegt an der Grenze zum Iran und galt bislang als relativ ruhiges Gebiet. Die internationale Schutztruppe ISAF hat die Verantwortung in der Provinz bereits vollständig an einheimische Sicherheitskräfte übergeben und nach eigener Aussage keine eigenen Soldaten mehr in der Nimros.

Tote auch in Nordafganisten

Im Distrikt Archi in der nödlichen Provinz Kundus, die zum Einsatzbegiet der Bundswehr gehört, starben bei einem Bombenanschlag auf einen Markt mindestens zehn Menschen. Der ferngezündete Sprengsatz war nach Angaben der Polizei in einem Motorrad versteckt.

In einem Hinterhalt in der nordostafghanischen Provinz Badachschan wurden nach Angaben der Provinzregierung ein Distriktgouverneur und drei Grenzpolizisten getötet. Zu diesem Anschlag bekannten sich die Taliban.

Pakistans Streitkräfte greifen Rebellen an

Auf der pakistanischen Seite der Grenze wurden bei Gefechten am Unabhängigkeitstag Pakistans nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehe als 20 Aufständische und drei Soldaten getötet. Bei Routinekontrollen in der Region Orakzai sei es zu Zusammenstößen gekommen, sagte ein Offizier der Grenztruppen. Die pakistanisch-afghanische Grenzregion gilt als Rückzugs- und Aufmarschgebiet der radikal-islamischen Taliban und von Kämpfern des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

gmf/qu (afp, dapd, dpa, rtr)