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Westafrika

Blutiger Doppelanschlag in Kamerun

Bei einem zweifachen Selbstmordanschlag im Norden Kameruns nahe der Grenze zu Nigeria sind mindestens elf Menschen getötet worden. Vermutlich steckt die Terrormiliz Boko Haram hinter dem Terrorakt.

Etwa 30 Menschen wurden verletzt, als die beiden Attentäter ihre Sprengsätze im Ort Kolofata in der Nähe eines Flüchtlingslagers zündeten. Die überwiegend nigerianischen Bewohner waren gerade beim Beten, wie Provinzgouverneur Midjiyawa Bakary erklärte. "Die Attentäter sprengten sich in die Luft, sobald sie inmitten der betenden Muslime waren." In dem Lager leben vor allem Nigerianer, die vor der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram ins Nachbarland geflohen waren.

Der Ort Kolofata liegt etwa zehn Kilometer von der Grenze entfernt. Dort hatte es im September 2015 schon einmal eine ähnliche Attacke eines Selbstmordbombers gegeben, bei der neun Menschen getötet wurden.

Kamerun Selbstmordattentat in Kolofate (Getty Images/AFP/Stringer)

Im September gab es in Kolofata schon einmal einen doppelten Selbstmordanschlag

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Anschlag. Die Terrormiliz Boko Haram hat in der Vergangenheit immer wieder Anschläge in den Nachbarländern Niger, Tschad und Kamerun verübt. Kameruner, die im Grenzgebiet lebten, sahen sich zudem gezwungen, wegen der Extremisten ihre Wohnungen und Häuser aufzugeben. Auch in Nigeria kam es in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Anschlägen auf Flüchtlingscamps. Boko Haram probt seit acht Jahren den Aufstand. Mehr als 15.000 Menschen wurden getötet. Zwei Millionen Menschen wurden in der Tschadsee-Region vertrieben.

kle/uh (dpa, kna, rtre)

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