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Afrika

Blutige Kämpfe mit Islamisten in Tunesien

Zwei tunesische Soldaten und zehn Islamisten sind bei Kämpfen im Grenzgebiet zu Algerien getötet worden. Die unwegsame Gebirgsregion ist ein Rückzugsgebiet für Militante.

Bei zweitägigen Gefechten zwischen der tunesischen Armee und Islamisten sind nach Regierungsangaben mindestens zehn Extremisten und zwei Soldaten getötet worden. Die Kämpfe hätten in der Region Kasserine an der Grenze zu Algerien stattgefunden, sagte ein Regierungsvertreter. Seit dem Überfall von Extremisten auf das Bardo-Museum in der Hauptstadt Tunis im März geht die Armee verstärkt gegen bewaffnete Islamisten vor. Kämpfe zwischen Sicherheitskräften (Artikelbild) und Extremisten hatte es jedoch auch schon davor gegeben.

Bei dem

Anschlag auf das Museum in Tunis

waren 20 ausländische Touristen und ein Polizist getötet worden. Eine weitere Touristin erlag später ihren Verletzungen. Der für Tunesien wichtige Tourismus leidet seitdem unter rückläufigen Buchungszahlen. Die Miliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Angriff auf das Museum, doch es gibt auch Hinweise auf einen tunesischen Al-Kaida-Ableger.

Immer wieder Gefechte in Kasserine

In der Unruheprovinz Kasserine liefern sich Militante und Soldaten seit 2012 immer wieder Feuergefechte. Vor zweieinhalb Wochen waren bereits vier Soldaten bei einem Hinterhalt getötet worden. Weitere sechs Soldaten waren damals nach Angaben des Innenministeriums verletzt worden. Die höchsten Verluste hatte die Armee dort im Juli 2014 erlitten, als Dschihadisten 15 Soldaten bei einem Angriff töteten. Das Gebirgsland an der Grenze ist ein Rückzugsgebiet für militante Gruppen. Nach Einschätzung von Experten stammt die größte Gruppe ausländischer Kämpfer in den Reihen der

Terrormiliz IS in Syrien und dem Irak

aus Tunesien.

ago/kle (rtr/afp/dpa)

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