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Nahost

Blutige Gewalt erschüttert Jordanien

In der konfliktreichen arabischen Welt galt Jordanien bisher als Insel relativer Ruhe. Doch die Vorfälle vom Sonntag in Kerak dürften das Königreich und seine Tourismusbranche schwer treffen.

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Tödlicher Terror im Süden Jordaniens

Jordanische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben eine Geiselnahme in einer mittelalterlichen Burg in der südlichen Touristenstadt Kerak beendet. Dabei seien vier Extremisten getötet worden. Sie hatten sich laut Medienberichten auf der Burg verschanzt und mehrere Menschen in ihre Gewalt gebracht, unter ihnen auch Urlauber aus dem Ausland.

Zuvor war es in Kerak zu einer Serie von Angriffen gekommen. Bewaffnete attackierten am Sonntag mehrere Polizeipatrouillen sowie eine Polizeiwache. Bei Schießereien seien mindestens neun Menschen getötet und etwa 30 verletzt worden, teilten die Behörden mit. Wie es heißt, befindet sich unter den Todesopfern auch eine Kanadierin.

Kreuzritterburg in Kerak (Foto: picture alliance)

Beliebtes Ziel für Jordanien-Touristen: die Kreuzritterburg in Kerak

War es IS-Terror?

Wer hinter den Taten steckt, ist noch unklar. Bisher bekannte sich niemand dazu. Verdächtigt werden Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Jordanien hat Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen und befürchtet, dass darunter auch IS-Kämpfer sind. Zudem ist Jordanien einer der wenigen arabischen Staaten, der sich an der von den USA geführten Allianz gegen den "Islamischen Staat" beteiligt.

wa/pab (rtr, afp, dpa)

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