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Aktuell Asien

Blutige Antwort auf Sicherheitsabkommen

Einen Tag nach der Unterzeichnung des Sicherheitsabkommens mit den USA ist die afghanische Hauptstadt Kabul von Anschlägen erschüttert worden. Zwei Attentäter sprengten sich vor Bussen in die Luft.

Bei den zwei Selbstmordanschlägen auf afghanische Militärfahrzeuge sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Mehr als 15 Menschen seien verletzt worden, teilte die Regierung mit. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu den Attentaten und begründeten die Gewalt mit dem jüngst unterzeichneten Truppenabkommen zwischen den USA und der neuen afghanischen Regierung.

Dadurch hätten sich Präsident Aschraf Ghani und seine Minister zu einer "Marionettenregierung" degradieren lassen. Ghanis Vorgänger Karsai hatte die Unterzeichnung noch abgelehnt, da sie unter anderem die US-Soldaten vor einer Strafverfolgung in Afghanistan schützt.

Regelungen für weitere Truppenpräsenz

Ghani selbst brachte das Abkommen nur einen Tag nach seiner Vereidigung auf den Weg. In seiner Anwesenheit setzten US-Botschafter James Cunningham und Afghanistans Nationaler Sicherheitsberater Hanif Atmar am Dienstag ihre Unterschrift unter die Sicherheitsvereinbarung. Zudem besiegelte Kabul eine entsprechende Vereinbarung mit der NATO, die sich an der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligt, wenn der Einsatz der internationalen Kampftruppen in diesem Jahr endet. Zu den Ländern, die dafür Ausbilder stellen, gehört auch Deutschland. Die Bundeswehr, die zurzeit mit rund 1750 Soldaten an der internationalen Schutztruppe beteiligt ist, will bis zu 800 Soldaten für den Folgeeinsatz bereitstellen.

bri/uh (dpa, afp)