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Aktuell Afrika

Blutige Anschläge auf Touristen in Kenia

Bei zwei Bombenanschlägen in Kenia sind ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich an den Touristenorten Mombasa und Mtwapa und galten offenbar Christen.

Unbekannte schleuderten nach Polizeiangaben am Samstag eine Granate gegen ein Restaurant in der von ausländischen Touristen beliebten Küstenstadt Mombasa und verletzten drei Menschen, unter ihnen einen Polizisten. Mehrere Zeugen sagten, das Restaurant werde von nicht-muslimischen Kenianern besucht, weil es auch Gerichte mit Schweinefleisch serviere.

Ein weiterer Granatenanschlag in der nahe gelegenen und für ihr Nachtleben bekannten Stadt Mtwapa galt einem Zusammentreffen von Christen. Aus einem vorbeifahrenden Kleinbus wurde Augenzeugen zufolge ein Sprengsatz in die Menschenmenge am Straßenrand geworfen. Dabei wurden nach Angaben des Roten Kreuzes 24 Menschen verletzt, von denen einer noch vor seiner Ankunft im Krankenhaus starb.

Untersuchungen am Tatort in Mombasa (Foto: picture alliance/landov)

Untersuchungen am Tatort in Mombasa

Die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz aus dem Nachbarland Somalia hatte vor einiger Zeit mit Vergeltungsaktionen in Kenia gedroht, bestritt aber bisher eine Verantwortung für die Anschläge. Als Reaktion auf die Enführung von Ausländern hatte die Regierung in Nairobi im vergangenen Oktober Truppen über die Grenze nach Somalia geschickt, um gegen die Al-Schabaab-Miliz vorzugehen. Mitglieder der Bewegung sollen mehrere Ausländer in Kenia entführt und nach Somalia verschleppt haben. Die Miliz kontrolliert große Teile des Zentrums und Südens im vom Bürgerkrieg geplagten Somalias.

GD/pg (rtr, afp)