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Aktuell Nahost

Blutbad unter Schiiten

Bei einem Autobombenanschlag in der irakischen Stadt Diwanija sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Doch das war nicht der einzige Angriff auf Schiiten in dem Land.

Die Attentäter hatten ihre Bombe in einem Lastwagen mit Gemüse versteckt, den sie auf einem Markt im Zentrum von Diwanija geparkt hatten. Vertreter der örtlichen Behörden in der hauptsächlich von Schiiten bewohnten Stadt rund 160 Kilometer südlich von Bagdad machten Sunniten mit Verbindung zu Al Kaida für das Blutbad verantwortlich.

Kurz nach dem Attentat verhängten die Behörden eine Ausgangssperre für den gesamten Großraum der 440.000 Einwohner zählenden Stadt.

Angriff auf Pilger

Zwei weitere Anschläge ereigneten sich in der Gegend von Kerbela. Trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen wegen eines bevorstehenden Feiertags gelang es den Terroristen, ihre Sprengsätze fast zeitgleich inmitten schiitischer Pilger zu zünden.

Laut Polizeiangaben wurden vier Pilger getötet, als fast zeitgleich ebenfalls zwei Autobomben explodierten. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt.

Sicherheitsvorkehrungen erhöht

Seit Tagen versammeln sich schiitische Muslime in Kerbela. Dort finden am Freitag Feiern zum Andenken an den Geburtstag des Imams Al-Mahdi statt. Unter den Pilgern sollen auch mehr als 3000 Schiiten aus dem Ausland sein, neben Syrern, Saudis und Libanesen auch deutsche Staatsbürger.

Da insgesamt mehrere Millionen Pilger erwartet werden, hatten die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen in der rund 100 Kilometer südlich von Bagdad gelegene Stadt verschärft: Tausende Soldaten und Polizisten wurden zusätzlich stationiert.

Die Gewalt im Irak hat in der letzten Zeit wieder zugenommen. Im Juni wurden bei mehreren Anschlägen im Land nach offiziellen irakischen Angaben über 130 Menschen getötet. Für die Sprengstoffanschläge sind meist sunnitische Aufständische verantwortlich, von denen viele Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida haben.

uh/sti (afp,dpa,rtr)