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Aktuell Deutschland

Blitzeinschlag bei "Rock am Ring" verletzt 82 Musikfans

15 Besucher wurden schwer verletzt, zwei mussten reanimiert werden. Trotz Kritik der Landesregierung und Warnungen vor weiteren Gewittern in der Region wurde das Festival "Rock am Ring" am Abend fortgesetzt.

Das Konzert in Mendig (Rheinland-Pfalz) war nach den Blitzeinschlägen und dem einsetzenden Regen unterbrochen worden. Gegen 21.30 Uhr startete das Bühnenprogramm mit den Musikbands dann wieder. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz geht aufgrund der Wetterlage davon aus, dass das Festival am Sonntag nicht weiter stattfinden kann. Laut Deutschem Wetterdienst werden dann noch heftigere Gewitter erwartet als in den Tagen zuvor.

Rock am Ring Schlammschlacht Foto: © picture-alliance/dpa/T.Frey

Schlammschlacht bei Rock am Ring

Ein starkes Unwetter war direkt über das Festivalgelände hinweggezogen. Rund 90.000 Fans mussten auf dem Gelände, einem Flugplatz, erst einmal ausharren. Der Starkregen zerstörte zahlreiche Campingzelte der Besucher. Dennoch hatten einige Fans ihren Spaß und lieferten sich Schlammschlachten.

Hohe Gefahr bei Menschenansammlungen

Bei einem Blitzeinschlag ist es bis in etwa 30 Meter Entfernung gefährlich. Sind viele Menschen in der Nähe, kann es auf einen Schlag, wie bei dem Festival in der Eifel, Dutzende Verletzte geben. Der Einschlag kann so heftig sein, dass Menschen meterweit durch die Luft geworfen werden. Dies geschah bei einem Musikfestival in Sachsen 2012. Damals wurden 51 Besucher verletzt.

Unwetter Rock am Ring 2016 Foto: (c) picture-alliance/dpa/T. Frey

Starkregen zerstörte zahlreiche Zelte auf dem Festivalgelände bei Mendig in der Eifel

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält es für möglich, dass es am Wochenende in Rheinland-Pfalz immer noch lokal zu extremen Unwettern mit Hagel und Starkregen von mehr als 40 Liter pro Quadratmeter geben könnte. Schon im vergangenen Jahr hatte das Wetter den Festivalbesuchern übel mitgespielt – nach Blitzeinschlägen wurden 33 Menschen verletzt.

Erneute Unwetter in Süddeutschland

Starker Regen führte in einigen Regionen - vor allem in Süddeutschland - abermals zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. In Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg hatte Dauerregen einen Hang abgleiten lassen. Sechs Wohnhäuser mussten geräumt werden, wie ein Sprecher der Polizei in Aalen sagte. 23 Bewohner seien bei Verwandten und Freunden untergekommen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

In Bayern war der Landkreis Weilheim-Schongau besonders betroffen. Dort fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes binnen zwei Stunden mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Aus Baden-Württemberg wurden Überschwemmungen aus mehreren Kreisen gemeldet. Der DWD warnte vor teils kräftigen Schauern und Gewittern auch im äußersten Süden und im Westen Deutschlands.

cgn/ml (afp, dpa, Veranstalter)

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