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Kultur

Blick auf die Welt: Filmfestival Mannheim

Filme aus Russland und Aserbaidschan, aus Tunesien, Kenia und Afghanistan präsentiert das Filmfestival Mannheim in diesem Jahr. Viele Beiträge aus den Krisenregionen der Welt spiegeln reale Zustände wider.

Bereits zum 63. Mal findet das traditionsreiche Filmfestival in Mannheim statt. Die Veranstaltung, deren Filmpremieren seit einigen Jahren parallel auch in Heidelberg präsentiert werden, ist das zweitälteste Filmfestival in Deutschland. Es zeigt vor allem Werke junger Regisseure aus aller Welt. In diesem Jahr geht das Festival mit 39 Filmen an den Start. Herzstück der Veranstaltung ist wie immer der Wettbewerb mit 13 Beiträgen.

"Die Zeiten der spaßigen, unterhaltsamen Komödien - auch unter Newcomern - sind vorbei", sagt Festivaldirektor Michael Kötz. Er sieht bei jungen Filmemachern eine Tendenz zu mehr Ernsthaftigkeit: "Manche sind direkt politisch, manche sind auf eine existenzielle Weise ernsthaft." Anliegen des Festivals sei es, junge Filmemacher zu fördern. Die jungen Regisseure behandelten existenzielle Fragen in ihren Filmen immer vor dem Hintergrund ihrer eigenen Kultur, sagte Kötz: "Ich hatte gedacht, das geht mit der Globalisierung verloren, aber: Aller Globalisierung zum Trotz gibt es massenhaft junge Künstler, die eigenwillig auf ihrer Kultur bestehen."

Kötz betonte, Mannheim/Heidelberg sei das einzige Filmfestival in Europa, das im Hauptprogramm ausschließlich Werke von internationalen Newcomern zeige. Bei der riesigen Filmauswahl heutzutage müsse es ein tiefes Bedürfnis nach Orientierung geben, so Kötz.

Filmfestival Mannheim Internationaler Wettbewerb Kino Atlantis (Foto: Festival)

Kinotheater "Atlantis" in Mannheim

Preis für den besten Neuling

Zur Eröffnung des Festivals in Heidelberg läuft "Alle Katzen sind grau - Tous les chats sont gris" der Belgierin Savina Dellicour, in Mannheim wird "Auf das Leben!" des Deutschen Uwe Janson gezeigt. In der internationalen Jury sitzen die Direktorin des "Istanbul Film Festivals", Azize Tan, die deutsche Schauspielerin Catherine Flemming und der polnische Schauspieler und Drehbuchautor Maciej Karpinski. Am 16.11.2014 wird zum Abschluss des Festivals der Hauptpreis "Newcomer of the Year" vergeben.

jk/rey (dpa/Festival)

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