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Fit & gesund

Blauer Fleck - und warum sich nach einem Stoß die Haut verfärbt

Nicht gefährlich, aber eben manchmal lästig. Bluterguss, Hämatom, blauer Fleck - Namen gibt es viele für die schmerzhaften Stellen, die wohl jeder kennt. Aber warum entstehen sie eigentlich?

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Die Haut ist sehr widerstandsfähig und deshalb können bei einer Gewalteinwirkung von Außen nur die unteren Hautschichten verletzt sein. Die Folge: Die Blutgefäße brechen auf, Blut gelangt in das umliegende Fett- und Bindegewebe. Einige Stunden später schimmert die Farbe des Hämatoms durch die intakte Oberhaut durch, zunächst rot, charakteristisch für den Blutfarbstoff Hämoglobin. Anschließend gerinnt das Blut. Dabei spaltet sich Sauerstoff vom Hämoglobin ab. Nach spätestens vier Tagen ist dieser Vorgang deutlich zu sehen. Das Hämatom ist ein klassischer blauer Fleck. Nun beginnen Enzyme die Blutrückstände biochemisch abzubauen. Dabei entsteht das sogenannte Biliverdin. Es ist ein Abbauprodukt des Hämoglobins und verantwortlich für die jetzt grüne Farbe. Cirka eine Woche nach der Verletzung ist der Bluterguss angehäuft mit Bilirubin, einem weiteren Abbauprodukt. Der Fleck erscheint gelb. Sobald die verschieden Produkte ausgeschieden werden, schrumpft der Bluterguss und ist nach zwei bis drei Wochen völlig verschwunden. Direkt nach dem Stoß kann man die Heilung beschleunigen mit entzündungshemmenden Salben. Kühlt man die Stelle ziehen sich die Blutgefäße zusammen und der Bluterguss breitet sich nicht so stark aus. Aufmerksam werden sollten Betroffene, wenn sie ohne ersichtlichen Grund von Blutergüssen geplagt werden. Dann ist ein Besuch beim Arzt ratsam, damit dieser eine Blutgerinnungsstörung ausschließen kann.