1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Blatter sagt vor FIFA-Ethikkommission aus

Der suspendierte FIFA-Präsident Joseph Blatter erläutert vor der Ethikkommission seine Version der dubiosen Zahlung an Michel Platini. Auf Schweizer Konten sind im Zuge der Affäre Millionenbeträge gesperrt worden.

Der suspendierte FIFA-Präsident Joseph Blatter hat vor der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission unter Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert acht Stunden lang ausgesagt. Vor der Anhörung hatte der 79 Jahre alte Schweizer erneut seine Unschuld beteuert. Die Zahlung von zwei Millionen Franken an den ebenfalls suspendierten UEFA-Chef Michel Platini im Jahr 2011 sei völlig korrekt gewesen, sagte Blatter der Schweizer Zeitung "Weltwoche": "Der Platini-Vertrag ging durch die Finanzkommission, durch das Exekutivkomitee und durch die Kontrollorgane. Er passierte auch den Kongress. Alles wurde abgesegnet."

Platini verweigert Zusammenarbeit

Der Franzose Platini war ursprünglich für Freitag vorgeladen, verzichtet jedoch auf eine Aussage. Er wirft den Juristen eine Vorverurteilung und ein politisch motiviertes Verfahren vor, das seine Kandidatur für die Blatter-Nachfolge verhindern solle. Auch Blatter erneuerte seine Kritik an der FIFA-Ethikkommission. Er sei vor seiner vorläufigen Sperre für 90 Tage nicht zum Sachverhalt befragt worden. "So geht es nicht", sagte Blatter. Er halte an seinem Ziel fest, am 26. Februar den außerordentlichen FIFA-Kongress mit der Wahl seines Nachfolgers zu leiten: "Wie kann ich abtreten, wenn ich suspendiert bin? Das geht nicht." Die Urteile gegen Blatter und Platini werden für den 21. Dezember erwartet. Beide könnten anschließend sowohl vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS wie auch vor das Schweizer Bundesgericht ziehen, um die Entscheidung der Ethikkommission anzufechten.

"Zweistelliger Millionenbetrag"

Die Schweizer Justizbehörden bestätigten, dass im Zuge des FIFA-Korruptionsskandals Millionenbeträge auf Schweizer Konten gesperrt wurden. Folco Galli, Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Justiz, sprach von einem „hohen zweistelligen Millionenbetrag“. Die US-Behörden hatten im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens detaillierte Informationen zu rund 50 Schweizer Konten verlangt und die Schweiz aufgefordert, Konten zu sperren. Nach Medienberichten geht es um eine Summe von mehr als 50 Millionen Schweizer Franken.

sn/asz (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt