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Sport-News

Blatter: Auch Deutschland wollte WM in Katar

Nach den Worten von FIFA-Präsident Joseph Blatter ist die WM 2022 auch auf deutschen Druck hin nach Katar vergeben worden. Der Schweizer äußerte sich nach einer Audienz bei Papst Franziskus.

Papst Franziskus lacht über ein Trikot mit seinem Namen, das ihm FIFA-Chef Blatter geschenkt hat. Foto: dpa-pa

FIFA-Chef Blatter schenkte Papst Franziskus auch ein persönliches Trikot

"Frankreich und Deutschland, die Länder, die in Europa federführend sind, haben
Druck gemacht, dass dieses Turnier 2022 in Katar stattfindet", sagte Blatter in Rom nach einer Audienz bei Papst Franziskus. Angesprochen auf die Kritik von Menschenrechts-Organsationen an den Bedingungen in dem arabischen Staat sagte Blatter, der Ball liege nicht nur bei der FIFA, sondern auch bei europäischen Politikern und Regierungen, die dazu ihre Meinung äußern sollten: "Wir dürfen nicht vergessen, dass auch große europäische Unternehmen dort arbeiten, und diese sind für ihre Arbeiter verantwortlich." Er stehe in engem Kontakt zu Amnesty International. Die Organisation hatte auf sklaverei-ähnliche Arbeitsbedingungen auf den Baustellen in Katar hingewiesen. "Ich bin nach Katar gereist, um auch die andere Seite der Geschichte zu hören", sagte Blatter. Die Regierung habe einen Zehn-Punkte-Plan entwickelt, um die Situation im Land zu kontrollieren.

Als Geschenk eine Fußball-Zeitschrift auf Latein

Papst Franziskus rief bei der Audienz die FIFA dazu auf, sich in Hinblick auf die WM in Brasilien im kommenden Jahr für die Ausgegrenzten einzusetzen. Als Geschenk brachte Blatter dem Papst eine spezielle Ausgabe eines FIFA-Magazins auf Latein mit, das auch einen Bildbeitrag über den Club San Lorenzo enthielt, den Lieblingsverein des Papstes in seiner Heimatstadt Buenos Aires. Den Latein-Übersetzern wurde einiges abverlangt, da Worte wie Elfmeter, Eckball oder Mittelstürmer nicht zum Wortschatz der Römer gehört hätten. Das Wort Fußball wurde mit "Pediludum" übersetzt.

Auch IOC-Chef Bach beim Papst

Der Papst empfing auch den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, zu einer Privataudienz. Franziskus gratulierte dem Deutschen zu seiner Wahl zum IOC-Chef. Der Papst hob hervor, dass die olympische Bewegung einen wichtigen Beitrag zum Frieden und zum gegenseitiges Verständnis leisten könne.

sn/asz (sid, dpa)

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