1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Eishockey

Bittere Niederlage für DEB-Team

Das deutsche Eishockey-Nationalteam kassiert im dritten WM-Spiel die zweite Niederlage. Gegen Rekordweltmeister Russland bleibt das Team von Bundestrainer Marco Sturm ohne Chance. Zudem schmerzen zwei Ausfälle.

Deutschlands Eishockey-Team hat bei der Heim-WM die zweite bittere Pleite im dritten Spiel erlitten. Gegen Rekordweltmeister Russland unterlag das Team von Bundestrainer Marco Sturm mit 3:6 (0:3, 0:2, 3:1) trotz des ersten WM-Einsatzes von Kapitän Christian Ehrhoff. Nach einem zwischenzeitlichen 0:5 bewies der Gastgeber im Schlussdrittel Moral und verkürzte durch Brooks Macek (46. Minute), Philip Gogulla (49.) und Frederik Tiffels (60.).

Schmerzlicher als die 37. Niederlage im 38. WM-Spiel gegen den Turnierfavoriten ist allerdings der Ausfall von zwei Stürmern. Neben Tobias Rieder, der mit einer Knieverletzung ausfällt, musste Patrick Hager bereits im ersten Drittel mit einer Matchstrafe vom Eis. Die einzig positive Nachricht für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die mit drei Punkten aus den ersten drei Spielen noch gut im Rennen liegt: Kapitän Christian Ehrhoff, der in den ersten beiden Spielen wegen Rückenproblemen gefehlt hatte, konnte wieder mitwirken.

Die Niederlage war kurz nach Hagers Schlittschuhtritt gegen Sergej Mosjakin im ersten Drittel praktisch schon besiegelt. Wadim Schipatschjow, der die Sbornaja bereits nach 64 Sekunden in Führung gebracht hatte, traf in der folgenden Überzahl (18.) ebenso wie 65 Sekunden später Iwan Proworow (19.). Die weiteren Gegentore durch Nikita Gussew (32.) und Nikita Kutscherow (36. und 52.) hatten nur noch statistischen Wert.

Das Ziel bleibt das Viertelfinale

Eishockey WM Köln Deutschland - Russland (Imago/Jan Huebner)

Nach dem Auftakterfolg gegen die USA, muss sich die DEB-Auswahl nun mächtig steigern

"Das letzte Drittel war das, was wir 60 Minuten gebraucht hätten. Am Anfang haben wir uns schwergetan mit der russischen Überzahl, da haben sie zweimal getroffen, das war ein harter Schlag für uns", sagte Verteidiger Frank Hördler im TV-Sender Sport1. "Wir wollten mehr vorn im Russland-Drittel spielen, das haben wir nicht geschafft." Auch mit diesmal sieben Verteidigern patzte die deutsche Abwehr allerdings wie schon gegen Schweden entscheidend. Ein Kaderplatz in der Verteidigung ist immer noch frei, da Mannheims Sinan Akdag noch nicht gemeldet ist. Theoretisch könnte auch Anaheims Korbinian Holzer aus der NHL am Wochenende dazustoßen.

Verstärkung aus Nordamerika könnte das DEB-Team zudem bereits in den kommenden Tagen bekommen, sollten die Washington Capitals in der Nacht auf Dienstag gegen Tom Kühnhackls Pittsburgh Penguins in den NHL-Playoffs ausscheiden. Dann wäre in Philipp Grubauer ein weiterer Torhüter frei. Auf Star-Stürmer Leon Draisaitl muss Bundestrainer Sturm allerdings warten. Nach dessen Fünf-Punkte-Gala beim 7:1 der Edmonton Oilers gegen Holzers Ducks ist fraglich, ob der 21-Jährige überhaupt noch von den NHL-Playoffs zur WM kommen kann.

Trotzdem bleibt das Ziel das Erreichen des Viertelfinales. Gegen Ex-Weltmeister Slowakei und die nachfolgenden vermeintlich leichteren Vorrundengegner Dänemark, Italien und Lettland wird der Druck für die DEB-Auswahl nun aber größer. Auf dem angestrebten erneuten Weg ins Viertelfinale muss das Sturm-Team trotz der Ausfälle wieder punkten.

tk/fab (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt