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Tennis

Bittere Erstrunden-Pleite für Kerber

Was für eine Enttäuschung: Für Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber sind die French Open nach nur einem Match schon beendet. Auch die deutsche Nummer eins bei den Männern scheidet aus.

Dem Höhenflug von Australien folgte der tiefe Fall von Paris: Angelique Kerber ist vier Monate nach ihrem grandiosen Australian-Open-Triumph bereits in der ersten Runde der French Open ausgeschieden. Die Tennis-Weltranglisten-Dritte verlor am Dienstag in Paris mit 2:6, 6:3 und 3:6 gegen die Niederländerin Kiki Bertens. Kerber konnte dabei kaum einmal an ihre Leistung vom ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne anknüpfen. "Klar bin ich enttäuscht, aber das ist Sport", sagte Kerber und wirkte gefasst.

Bertens zeigte wie schon bei ihrem Turniersieg in Nürnberg in der vergangenen Woche eine gute Leistung. Die Weltranglisten-58. Konnte Kerbers Tempo jederzeit mitgehen, dominierte viele Ballwechsel und spielte variabler. Nach 1:41 Stunden beendete Bertens die Partie mit dem dritten Matchball. "Sie hat in den entscheidenden Momenten gut gespielt", befand die besiegte Favoritin.

Nicht Kerbers Tag

Kerber startete mit einem problemlosen Spielgewinn, geriet dann aber 1:3 in Rückstand. Die 28-Jährige fand ihren Rhythmus nicht. "Es war nicht so meine Sandplatzsaison in diesem Jahr. Sand ist eh nicht so mein Belag", erklärte Kerber. Bertens trumpfte dagegen mit dem Selbstvertrauen der vergangenen Woche auf und holte sich nach nur 28 Minuten klar den ersten Satz.

Kiki Bertens spielt eine Vorhand (Foto: picture-alliance/dpa/L. Billman)

Kiki Bertens: konzentriert gespielt und verdient weiter

In der Folge erzwang Kerber den entscheidenden dritten Durchgang, weil sie die Bälle im Verlauf der Partie länger im Spiel halten konnte und Bertens mehr Fehler unterliefen. Das erste Break zum 4:2 im zweiten Satz ging zwar sofort wieder verloren, das nächste brachte Kerber nach einem umkämpften Satzball ins Ziel.

Doch danach senkte Bertens ihre Fehlerquote. Beim Stand von 0:3 im dritten Satz ließ sich Kerber an der zuletzt schmerzenden linken Schulter in der Kabine behandeln. Die Chance zum 2:3 verschenkte sie mit einem vergebenen leichten Passierball, die Möglichkeit zum 4:5 ließ sie ebenfalls liegen. Den ersten Matchball wehrte sie mit ihrem besten Passierschlag der Partie noch ab, nach einem missglückten Stoppversuch war die verdiente Niederlage dann aber perfekt.

Petkovic und Görges weiter, Kohlschreiber raus

Besser machten es Andrea Petkovic und Julia Görges. Petkovic gewann ihr Auftaktspiel gegen die Britin Laura Robson mit 6:2 und 6:2, Görges setzte sich gegen die Britin Johanna Konta mit 6:2 und 6:3 durch. Ebenfalls in der zweiten Runde steht Tatjana Maria nach einem 6:3, 3:6, 6:3-Erfolg gegen die Serbin Jelena Jankovic. Am Montag hatte bereits Annika Beck die zweite Runde erreicht. Neben Kerber schieden Melbourne-Achtelfinalistin Anna-Lena Friedsam (1:6, 6:4, 3:6 gegen die Russin Daria Kasatkina), Laura Siegemund (2:6, 2:6 gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard) und Mona Barthel (4:6, 6:0, 2:6 gegen Irina Falconi aus den USA) aus.

Auch die deutsche Nummer eins bei den Männern, Philipp Kohlschreiber, kann bereits die Koffer packen. Kohlschreiber verlor gegen den Spanier Nicolas Almagro mit 7:5, 2:6, 2:6 und 4:6. Ebenfalls ausgeschieden sind Jan-Lennard Struff (3:6, 4:6, 4:6 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga), Florian Meyer (4:6, 6:3, 1:6, 2:6 gegen den Tunesier Malek Jaziri) und Qualifikant Tobias Kambke (6:3, 2:6, 3:6, 6:7 (4:7) gegen Pablo Cuevas aus Uruguay). Bei den Männern hat bisher nur Qualifikant Dustin Brown die Auftakthürde gemeistert.

Murray nach Zitterpartie weiter

Die Favoriten bei den Männern gaben sich keine Blöße. Der topgesetzte Serbe Novak Djokovic hatte beim 6:4, 6:1, 6:1 gegen Yen-Hsun Lu aus Taipeh keine Mühe. Noch deutlicher fertigte Roland-Garros-Rekordsieger Rafael Nadal seinen Gegner ab. Der Spanier gewann gegen den Australier Sam Groth mit 6:1, 6:1 und 6:1.

Andy Murray ballt die rechte Faust und brüllt seine Freude über sein Weiterkommen heraus (Foto: Reuters/B. Tessier)

Erleichterung pur: Andy Murray ballt die rechte Faust und brüllt seine Freude über sein Weiterkommen heraus

Der Weltranglisten-Zweite Andy Murray aus Schottland drehte seine am Montag wegen Dunkelheit abgebrochene Partie gegen den Tschechen Radek Stepanek noch und zog mit einem 3:6, 3:6, 6:0, 6:3, 7:5-Erfolg in die zweite Runde ein.

Titelverteidigerin Serena Williams aus den USA ließ ihrer russischen Gegnerin Magdalena Rybarikova keine Chance und gewann glatt mit 6:2 und 6:0. Die an Nummer fünf gesetzte Weißrussin Wiktoria Asarenka musste wegen einer Knieverletzung beim Stand von 3:6, 7:6 (8:6) und 0:4 gegen die Italienerin Karin Knapp aufgeben.

ck/jhr (sid, dpa)

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