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Kultur

Bistum Limburg legt finanzielle Situation umfassend offen

Das durch den Finanzskandal um seinen früheren Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst belastete Bistum Limburg hat erstmals sein Vermögen sowie seine finanziellen Verpflichtungen offengelegt.

Bistum Limburg veröffentlicht Vermögenswerte

Pfarrer Wolfgang Rösch nach der offiziellen Pressekonferenz

Die Bilanzsumme liege bei 909 Millionen Euro, teilte das Bistum am Freitag (18.07.) mit. Zugleich legte es die Jahresabschlüsse 2013 des Domkapitels und der Schulstiftung des Bistums vor. Das Bistum sprach von einem wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz in Finanzangelegenheiten. Es kündigte an, noch im Laufe dieses Jahres auch den Abschluss des Bischöflichen Stuhls offenzulegen. Der hatte den allergrößten Teil der für die Errichtung des umstrittenen Wohn- und Dienstsitzes des Bischofs entstandenen Kosten von 31 Millionen Euro getragen.

Der Skandal um Tebartz-van Elst hat im vergangenen Jahr offenbar zehntausende Katholiken in Deutschland zum Kirchenaustritt bewogen. Lag deren Zahl 2012 bei knapp 120.000 stieg sie im Jahr 2013 auf fast 180.000. Während der Anstieg im Durchschnitt aller Bistümer bei 50 Prozent lag, betrug er im Bistum Limburg 80 Prozent. Der ständige Vertreter des apostolischen Administrators in Limburg, Wolfgang Rösch, betonte bei der Vorstellung der Finanzen des Bistums ausdrücklich: "Das wichtigste Kapital der Kirche ist das Vertrauen der Menschen".

KK/JK (KNA, AFP, EPD)

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