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Fokus Osteuropa

Bisher größte Militärmanöver auf der Krim beendet

An den Übungen nahmen neben der Ukraine und den USA auch Georgien und Aserbaidschan teil. Die Militärs der Länder ziehen eine positive Bilanz und zeigen sich zugleich enttäuscht über Reaktionen in der russischen Presse.

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Auch Anti-Terror-Maßnahmen standen auf dem Programm

Auf der Krim sind die internationalen Militärmanöver Friedensschild 2005 zu Ende gegangen, die jährlich im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem ukrainischen und amerikanischen Verteidigungsministerium durchgeführt werden. An diesen bisher größten Übungen nahmen Militärs aus der Ukraine, den USA, Georgien und Aserbaidschan statt. Weitere zehn Staaten entsandten Beobachter in die Ukraine.

Anti-Terror-Maßnahmen

Das multinationale Bataillon aus 500 ukrainischen, 200 amerikanischen Marineinfanteristen sowie georgischen und aserbaidschanischen Untereinheiten übten laut Plan die Einrichtung einer Sicherheitszone in einer Krisenregion. Die Manöver bestanden aus zwei Phasen, in denen auch Anti-Terror-Maßnahmen zur Entwaffnung und Liquidierung terroristischer Gruppierungen geübt wurden. Diese Maßnahmen wurden zugleich den NATO-Standards entsprechend durchgeführt. Der Kommandeur der Manöver, der ukrainische Konteradmiral Ilija Tschalyj, betonte, die Untereinheiten aller Länder hätten erfolgreich ihre Aufgaben gemeistert. Die Aufgabe, die Arbeit der Stäbe und Einheiten der Teilnehmerländer aufeinander abzustimmen, sei ebenfalls vollständig erfüllt worden.

Reaktion aus Kiew

Gemeinsam mit anderen beobachteten die Manöver auch Vertreter Russlands, die sich mit Stellungsnahmen zurückhielten. In Russland selbst wurde das Thema Friedensschild 2005 zu einem Skandal aufgebauscht. Über die negative Reaktion der russischen Presse auf die Manöver sagte der amtierende Leiter des Pressedienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Ihor Chalewinskyj, der Deutschen Welle, das habe einen äußerst unangenehmen Eindruck bei allen Teilnehmern der Krim-Manöver hinterlassen. Er unterstrich: "Der Kommandeur der Manöver, Konteradmiral Ilija Tschalyj, zeigte sich kurz nach Ende der Manöver unzufrieden und enttäuscht darüber." Tschalyj zufolge waren Äußerungen in einigen russischen Medien für die Teilnehmer der Manöver regelrecht beleidigend.

Oleksandr Sawyzkyj, Kiew
DW-RADIO/Russisch, 15.8.205, Fokus Ost-Südost