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Politik

Bisher 46 Tote bei Auslandseinsätzen

Seit Beginn der Bundeswehr-Einsätze im Ausland sind 46 deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Eine Chronik:

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Einsatz der Bundeswehr innerhalb der UN-Friedensmission ISAF

In den meisten Fällen, in denen deutsche Soldaten getötet wurden, handelte es sich um Verkehrs- und andere Unfälle. Nur ein Bundeswehrsoldat wurde bei Kampfhandlungen getötet.

14. Oktober 1993: Ein 26-jähriger Sanitätsfeldwebel wird auf einer Straße der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh erschossen.

21. Dezember 1995: An Bord der Fregatte "Karlsruhe" in der Adria wird ein 25-jähriger Maat von einem umschlagenden Beiboot so schwer verletzt, dass er wenig später stirbt. Die Fregatta beteiligte sich an der Überwachung der jugoslawischen Küste.

23. Mai 1997: Bei den Vorbereitungen für eine Patrouillenfahrt kommen zwei Bundeswehrsoldaten in Bosnien im Feldlager Rajlovac bei Sarajevo ums Leben. Aus einer Maschinenkanone auf einem Spähpanzer lösten sich Schüsse, als die Soldaten wie vorgeschrieben Waffen und Gerät vor Fahrtantritt überprüften.

9. September 1997: Ein 27-jähriger Soldat kommt südlich von Sarajevo in Bosnien bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

6. Juli 1998: Vier deutsche Soldaten der Bosnien-Friedenstruppe SFOR kommen in einem "Fuchs"-Panzer zehn Kilometer südlich von Sarajevo von der Straße ab und überschlagen sich. Dabei kommt ein Hauptmann ums Leben. Seine drei Kameraden werden verletzt.

30. Mai 1999: Ein "Fuchs"-Transportpanzer stürzt auf dem Weg vom albanischen Hafen Durres in den Ort Metari von einer Brücke. Ein Soldat wird getötet, einer schwer und einer leicht verletzt.

30. Oktober 1999: Ein 31-jähriger Oberfeldwebel der KFOR-Friedenstruppe kommt mit seinem Fahrzeug in der Nähe von Prizren von der Straße ab. Er erliegt seinen Verletzungen.

21. April 2000: Ein im Kosovo eingesetzter 25-jähriger Bundeswehrsoldat tötet sich im Feldlager von Prizren durch einen Schuss aus seiner Dienstwaffe.

6. Mai 2000: Ein 37-jähriger Oberfeldwebel der Bundeswehr wird bei einem Verkehrsunfall in dem mazedonischen Ort Dabile bei Strumica getötet.

8. Oktober 2001: Beim Abschuss eines Hubschraubers der Vereinten Nationen in der georgischen Region Abchasien werden neun Menschen getötet, darunter auch ein als Beobachter eingesetzter deutscher Oberstabsarzt.

15. Dezember 2001: Bei einem Unfall mit einer Schusswaffe kommt ein 21-jähriger KFOR-Soldat im Kosovo im Feldlager von Prizren ums Leben.

6. März 2002: Drei dänische und zwei deutsche Soldaten der ISAF-Schutztruppe kommen in Kabul ums Leben, als zwei Flugabwehrraketen russischer Herkunft vorzeitig detonieren.

21. Dezember 2002: Alle sieben Bundeswehrsoldaten an Bord eines Hubschraubers CH-53 kommen ums Leben, als die Maschine aus zunächst unbekannten Gründen in Kabul abstürzt. (ap/mas)