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Politik

Bis zu 17 Tote nach Riad-Anschlag

Nach dem Attentat auf eine Wohnsiedlung in der saudiarabischen Stadt Riad am Sonntag (9.11.) soll die Zahl der Toten auf 17 gestiegen sein. US-Präsident Bush sagt dem Land Unterstützung im Kampf gegen den Terror zu.

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Rettungskräfte im Einsatz

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den Terroranschlag auf eine Wohnsiedlung für Ausländer in der saudiarabischen Hauptstadt Riad scharf verurteilt. Wie ein Sprecher des Generalsekretärs am Sonntag (9.11.2003) in New York mitteilte, sei Annan entsetzt über den Angriff. Er habe den Angehörigen der Opfer und der saudischen Regierung sein Beileid übermittelt. Zugleich habe sich Annan zuversichtlich gezeigt, dass die Hintermänner der "feigen Tat" von den Behörden zur Verantwortung gezogen werden.

Bei dem Anschlag waren in der Nacht zum Sonntag laut Agenturangaben 17 Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder. Bis zu 122 Menschen wurden verletzt. Die saudischen Behörden machen das Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden für den Anschlag verantwortlich.

Solidarisch mit Saudi-Arabien

"Wir verurteilen diesen Terrorakt aufs Schärfste, der Unschuldige getötet und andere verwundet hat", sagte US-Präsident George Bush in einem Telefonat mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Abdullah Ibn Abdelasis. Washington sei solidarisch mit dem Königreich und werde ihm helfen, "den Terrorismus auszurotten". Der Kronprinz versicherte Bush, dass das Herrscherhaus entschlossen sei, "die Terroristen zu eliminieren".

Bei den Todesopfern des Anschlags handelt es sich um Araber verschiedener Nationalitäten. Bislang seien die Leichen von sieben Libanesen, vier Ägyptern, einem Saudi und einem Sudanesen identifiziert worden, hieß es aus dem Innenministerium. Unter den Verletzten seien auch vier Amerikaner arabischer Herkunft.

Zweiter Anschlag seit Mai 2003

In der Nacht zum Sonntag hatten mehrere Attentäter die bewachte Wohnanlage El Muhajja im Westen der saudischen Hauptstadt mit Maschinenpistolen und Granaten angegriffen. Anschließend brachten sie mitten in der Anlage eine Autobombe zur Explosion. Erst im Mai hatten Selbstmordattentäter in Riad drei Ausländer-Wohnsiedlungen angegriffen und dabei 35 Menschen getötet.

Kurz vor den Anschlägen hatte das US-Außenministerium wegen aktueller Terrordrohungen die Botschaft in Riad und das Konsulat vorübergehend geschlossen. Direkt nach dem Anschlag wurden alle in Riad lebenden Amerikaner aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Botschaftsangestellte und ihre Angehörigen sollten im Diplomatenviertel bleiben, hieß es auf der Internet-Seite der US-Vertretung. (kap)