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Aktuell Asien

Birmanische Regierung und Karen-Rebellen nähern sich an

Die größte Rebellengruppe Birmas und die Regierung haben einen weiteren Schritt der Annäherung vollzogen. Beide wollen sich an die vereinbarte Waffenruhe halten. Die Aussöhnung ist auch eine Forderung westlicher Länder.

Die Regierung Birmas und die Karen National Union (KNU) haben eine 13 Punkte umfassende Einigung getroffen, wonach der im Januar vereinbarte Waffenstillstand umgesetzt und dessen Einhaltung überprüft werden soll. Dies gaben hochrangige Vertreter beider Seiten nach einem Treffen in der Metropole Rangun in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Trotz der vereinbarten Waffenruhe war es zuletzt immer wieder zu Zusammenstößen zwischen beiden Seiten gekommen. Das Treffen gehörte zur zweiten Stufe eines vereinbarten Drei-Stufen-Plans mit dem Ziel, den jahrzehntelangen Krieg endgültig zu beenden.

Zuvor war in der Rebellen-Hochburg Pa-an verhandelt worden. Die Delegation der Separatisten will an diesem Sonntag in Rangun auch mit Oppositionschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sprechen.

Verständigung mit allen Minderheiten

Soldat der Karen-Befreiungsarmee mit Waffe (Foto: AP)

Hat nach eigenen Angaben 12.000 Kämpfer unter Waffen: Karen-Befreiungsarmee

Nach Jahrzehnten der Unterdrückung ethnischer Minderheiten durch die Militärjunta bemüht sich Präsident Thein Sein als Teil seiner politischen Reformen seit dem vergangenen Jahr verstärkt um eine Verständigung mit den Rebellen. Daher wird der nach einer Waffenruhe fortgesetzte Dialog der neuen Regierung mit den ethnischen Minderheiten im Vielvölkerstaat auch im Ausland aufmerksam verfolgt. Frieden mit den Ethnien der Karen, Shan, Chin und Mon war eine der Bedingungen westlicher Länder für die Aufhebung der Sanktionen.

Der bewaffnete Arm der "Nationalen Union", die "Nationale Befreiungsarmee" (KNLA) bekämpft die Zentralmacht in Birma seit der Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien im Jahre 1948. Die Karen siedeln in einer ausgedehnten Bergregion an der Grenze zu Thailand und in Thailand selbst. Dort sitzt auch das Zentralkomitee der Aufständischen. Der Konflikt hat mehrere hunderttausend Karen in die Flucht getrieben.

SC/pg (rtre,afpe,dpae)