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Aktuell Asien

Birma: Sorge um Minderheiten

Den Minderheiten in Birma galt schon immer ihr besonderes Augenmerk: Oppositionschefin Aung San Suu Kyi stellte nun im Parlament klar, dass es wahre Demokratie ohne Schutz der Ethnien nicht geben könne.

Verelendet, diskriminiert, rechtlos: Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nahm kein Blatt vor den Mund. Ihre erste Rede vor dem Parlament in Birma (Myanmar) nutzte sie, um das Schicksal der ethnischen Minderheiten in ihrem Land zu beleuchten.

In einer Demokratie seien "Gemeinschaftsgeist, gleiche Rechte und gegenseitiger Respekt" unerlässlich, sagte die 67-jährige in Naypyidaw. Dazu müsse die Gesetzgebung zum Schutz der Minderheiten in Birma geändert werden. Suu Kyi war im April bei Nachwahlen erstmals ins Parlament eingezogen.

Erbe der Kolonialherren

Seit der Unabhängigkeit Birmas von Großbritannien im Jahr 1948 ist die Beziehung der ethnischen Minderheiten zur Zentralregierung von schweren Konflikten geprägt. Mehrere bewaffnete Gruppen kämpfen seit Jahrzehnten für mehr Rechte.

Rund ein Drittel der 50 Millionen Einwohner des Landes gehören ethnischen Minderheiten an. Sie leben vor allem in den bergigen Grenzgebieten.

Im westlichen Bundesstaat Rakhine hatte es jüngst Zusammenstöße zwischen Buddhisten und der muslimischen Minderheit der Rohingya gegeben. Dabei wurden viele Menschen getötet und zehntausende vertrieben. Die Rohingya sind keine birmanischen Staatsbürger und daher in ihren Rechten zusätzlich eingeschränkt. Die Vereinten Nationen stufen die Volksgruppe als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt ein.

SC/qu (afp,APE)