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Aktuell Asien

Birma lässt verhaftete Studenten frei

Weil sie an Studentenproteste gegen das Militär vor 50 Jahren erinnern wollten, sind mehrere studentische Aktivisten in Birma verhaftet worden. Nun sie sie wieder frei.

Studentenprotest in Rangun (Foto:Khin Maung Win/AP/dapd)

Studentenprotest Rangun

Nach einem Tag in Haft sind die rund 20 in Birma festgenommen Studentenführer wieder auf freiem Fuß. Regierungsvertreter teilten mit, die Aktivisten seien freigekommen. Sie waren am Freitag in der ehemaligen Landeshauptstadt Rangun bei einer Kundgebung festgenommen worden, mit der sie an die Niederschlagung eines Studentenprotests gegen die Militärherrschaft im Jahre 1962 erinnert hatten.

Ein Rückschritt?

Zuvor hatten mehr als 300 Demonstranten die Freilassung der Inhaftierten gefordert. "Wir werfen der Regierung vor, einen Schritt rückwärts zu machen", sagte Studentenführer Kyaw Ko Ko. Die Festnahme am Freitag war die größte Verhaftungswelle in Birma seit Auflösung der Militärjunta im März 2011. Sie zeige, dass die Menschen in Birma noch immer unterdrückt würden, auch wenn der Präsident Reformen versprochen habe, sagte Ko Ko.

Gegenwärtig ist in Birma eine formal zivile Regierung unter Ex-General Thein Sein an der Macht. Diese betreibt eine Öffnung des südostasiatischen Landes und Annährung an den Westen. So wurde Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi aus ihrem Hausarrest entlassen, sie ist inzwischen Parlamentsabgeordnete.

Studenten gegen Militär

Am 7. Juli 1962 hatte Birmas Militär Studentenproteste an der Universität von Rangun blutig niedergeschlagen. Kurz zuvor hatte sich General Ne Win an die Macht geputscht. Am Tag darauf sprengte die Junta ein Gebäude der Studentenbewegung in die Luft.

Im August 1988 kam es zu einem zweiten großen Studentenaufstand. Wieder schlug ihn das Militär nieder. Die Universität von Rangun ist seitdem geschlossen.

det/kle (afp, dapd, dpa, kna)