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Politik

bin Ladens Botschaft

Die besorgniserregenden Meldungen von den Anschlägen im kenianischen Mombasa und in Israel selbst erreichten Amerika inmitten der Vorbereitungen zum Thanksgiving-Fest. Auftakt für eine neue Serie von Anschlägen?

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Ruinen des "Paradise Hotels" in der Nähe von Mombasa

Präsident Bush befindet sich zur Zeit auf seiner Ranch in Crawford/Texas und wurde von einem mitgereisten Sicherheitsberater über die Ereignisse unterrichtet. Über einen Sprecher ließ Bush seine Empörung und Betroffenheit mitteilen.

Bezug zum Nahostkonflikt?

Die Bush-Regierung befürchtet, die Anschläge könnten den Beginn einer konzertierten Aktion darstellen, mit der die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf den isarelisch-palästinensischen Konflikt gelenkt werden soll. Eine Eskalation der Gewalt in Nahost käme der US-Regierung zum jetzigen Zeitpunkt höchst ungelegen, weil sie Präsident Bushs ohnehin komplizierten Bemühungen um Unterstützung durch das arabische Lager weiter erschweren könnten.

Arabische Politiker hatten in der Vergangenheit stets argumentiert, die Lösung des israelisch-palästinesischen Konflikts sei wichtiger als die Abrüstung von Saddam Husseins Regime im Irak. Die USA jedoch glauben, dass die Abrüstung Saddams Teil des weltweiten Anti-Terror-Kampfes ist. In jedem Fall scheinen die Anschläge in Kenia amerikanische Befürchtungen zu bestätigen, wonach das El Kaida-Netzwerk weiterhin aktiv ist und seine operative Schlagkraft wieder hergestellt haben könnte.

Schlag gegen die Tourismuswirtschaft in Kenia

Erst jüngst hatte El Kaida-Chef Osama bin Laden in einer Audiobotschaft weltweit terroristische Anschläge angekündigt, die wirtschaftlichen Schaden zufügen sollen. Der Anschlag auf das Hotel in Mombasa würde dazu passen, dürfte er doch erhebliche Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft in Kenia haben. Spezielle Reisewarnungen für US-Bürger sollen vom US-Außenministerium auch für Kenia herausgegeben werden. Die USA waren im August 1998 selbst Ziel verheerender Terroranschläge in Ostafrika geworden. Damals hatten zwei Sprengstoffanschläge gleichzeitig 231 Menschen in den US-Botschaften in Kenia und im benachbarten Tansania getötet.

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