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Politik

Bin-Laden-Botschaft ist vermutlich echt

Der US-Geheimdienst hat die jüngste Audiobotschaft von Osama bin Laden als authentisch eingestuft. Der El-Kaida-Chef meldete sich mit dem Tonband erstmals seit mehr als drei Monaten wieder zu Wort.

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Bin Laden in einer alten Botschaft mit Bild vom Oktober 2001

Der Geheimdienst gehe davon aus, dass die Stimme auf dem Band die des El-Kaida-Chefs sei, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, in Washington. In der am Sonntag (23.4.2006) vom arabischen Fernsehsender Al-Dschasira ausgestrahlten Botschaft warf Osama bin Laden dem Westen vor, einen "Kreuzzug gegen den Islam" zu führen.

Bezug auf die neue Hamas-Regierung als Hinweis

Der Boykott der radikal-islamischen Hamas-Regierung in den Palästinensergebieten durch den Westen "zeigt, dass dies ein Krieg der Kreuzfahrer und Zionisten ist". Als weitere Beispiele für die Behauptung werden die Konflikte im Irak, dem Sudan, in Pakistan und Tschetschenien genannt. Die Bezugnahme auf die palästinensische Hamas-Regierung ist ein Hinweis darauf, dass die neue angebliche Bin-Laden-Botschaft jüngeren Datums sein muss.

Erste Nachricht nach mehr als drei Monaten Funkstille

Es handelte sich um die erste Botschaft Bin Ladens seit dem 19. Januar 2006. Damals hatte der Terroristenführer mit neuen Anschlägen in den USA gedroht und zugleich einen Waffenstillstand "mit fairen Bedingungen" angeboten. Davor hatte sich Bin Laden im Dezember 2004 zu Wort gemeldet.

Letzte Videobotschaft stammt von 2003

Über das Schicksal Osama bin Ladens gibt es nur Spekulationen. Eine Videobotschaft des Führers der Terrororganisation El Kaida, in der er auch zu sehen ist, war zuletzt am 10. September 2003 bekannt geworden. Das Band zeigte ihn zusammen mit seinem Vize Eiman el Sawahiri in einer kargen Berglandschaft, wie sie in Afghanistan oder Pakistan zu finden ist. Es ist wiederholt spekuliert worden, dass Bin Laden möglicherweise schwer erkrankt sein könnte, da er seit Jahren sein Gesicht nicht mehr gezeigt hat. (kap)

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