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Wirtschaft

Bill Gates setzt auf visionäre Energie-Unternehmen

Weniger Subventionen von erneuerbarer Energien - lieber mehr Investition in die Grundlagenforschung, das fördere grüne Energien am Besten. Bill Gates will seine Investitionen entsprechend ausweiten.

Laut einem Bericht der Financial Times plant Bill Gates seine privaten Investitionen in grüne Technologien zu erweitern. Bislang habe er rund eine Milliarden US-Dollar in dutzende Unternehmen investiert, wie beispielsweise Hersteller von Batteriespeichern. Damit wolle er Unternehmen stützen, von denen er hofft, dass sie Technologien entwickeln werden, die die Nutzung erneuerbarer Energien vorantreiben.

"Es besteht eine gute Chance, dass sich das [Investment, Anm. d. Red.] innerhalb der kommenden fünf Jahre verdoppeln wird", so Bill Gates in dem Interview. Die einzige Chance, weltweit CO2 einzusparen, sei, über Innovationen die derzeit "astronomischen Kosten" zu reduzieren. Daher plädiert er gegenüber der Politik dafür, dass Ressourcen nicht mehr in die Subventionierung von erneuerbaren Energien fließen sollten, sondern lieber in Grundlagenforschung. Gegenwärtig würden von den 100 Milliarden US-Dollar, die Regierungen für erneuerbare Energien aufwendeten, nur sechs Milliarden für Forschung und Entwicklung gehen.

Mögliche Zukunfttechnologien

Am vielversprechendsten findet Bill Gates das Recycling nuklearer Abfälle. Daher habe er mehrere hundert Millionen Dollar in die amerikanische Firma Terra Power investiert. Deren Reaktoren werden mit nuklearen Abfällen konventioneller Atomreaktoren betrieben.

Von Sonnenenergie verspricht sich Gates dagegen weniger, da sie nicht ständig verfügbar sei, erläutert er in dem Interview mit der Financial Times. Besser sei Energie aus solarchemischen Prozessen. Dabei verweist er auf den Professor Nate Lewis vom California Institut of Technology, der eine künstliche Photosynthese entwickelt hat. So könne mit Hilfe der Sonnenenergie Wasser in Treibstoff umgewandelt werden.

Viel Potential habe auch Windkraft, wenn sie in großen Höhen gewonnen werde, beispielsweise mit Hilfe von Drachen, fliegenden Turbinen oder Ballons, meint Gates. Außerdem unterstützt er ein Unternehmen, das aus der ausgeatmeten Luft Kohlendioxid extrahieren kann. So könne man sich sparen, Kohlendioxid, das bei der konventionellen Energiegewinnung entsteht, zu separieren und unterirdisch zu speichern.

iw/hmf (Financial Times)

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