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Wissen & Umwelt

Bildergalerie: Bedrohte Tiere

Das Ziel der UN-Konvention aus dem Jahr 2002, den Artenschwund bis 2010 zu bremsen, wird klar verfehlt werden, warnt die Weltnaturschutzunion IUCN.

Asiatischer Wildesel (Foto: IUCN)

Asiatischer Wildesel mit Fohlen

Das Artensterben geht weiter, das ist das Fazit der Weltnaturschutzunion IUCN. Von der IUCN stammt die alljährlich aktualisierte "Rote Liste der gefährdeten Arten". Alle vier Jahre stellt die Organisation eine ausführliche Analyse der Gesamtsituation vor. Der Mitautor der Studie, Jean-Christophe Vié, trat Anfang Juli 2009 mit einer düsteren Prognose an die Öffentlichkeit: Das Ziel der UN-Konvention aus dem Jahr 2002, den Artenschwund bis 2010 zu bremsen, werde klar verfehlt.

"Die Regierungen sollten denselben Ehrgeiz, den sie für die Erhaltung des Wirtschafts- und Finanzsektors aufwenden, auch für den Schutz der Natur entwickeln", forderte Vié. Aber ob dieser Ruf in der Politik gehört wird, ist fraglich: Selbst der Klimaschutz, bei dem es ja vielleicht um das Überleben der eigenen Art, der des Menschen geht, hat angesichts von Bankenkrise und Firmenpleiten anscheinend momentan keine besondere Priorität.

Die größten Bestände des Asiatischen Wildesels gibt es noch in der südlichen Mongolei. Die Zahl der Tiere hat in den letzten 16 Jahren über 50 Prozent abgenommen, und zwar vorwiegend durch -mittlerweile eigentlich illegale- Bejagung. Asiatische Wildesel gelten in der Roten Liste der IUCN als "stark gefährdet".