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Kultur

Bilder, Broschen, Bögen - ein internationaler Museumsrundgang

Madeleine Albright heftete sich gerne eine Brosche an's Revers. Georgia O'Keefe liebte Blumen. Oscar Niemeyer hatte ein Faible für schwungvolle Bögen. Unsere Ausstellungstipps.

Georgia O’Keeffe Grey Blue & Black—Pink Circle, 1929

Georgia O’Keeffe Grey Blue & Black—Pink Circle, 1929

Während ihrer Zeit als US-Außenministerin benutzte Madeleine Albright ihre Broschen nicht nur als Dekoration. Die Juwelen an ihrem Blazeraufschlag spiegelten jeweils eine politische Botschaft oder auch ihre Stimmung an einem bestimmten Tag wider. Das Museum of Arts and Design (MAD) in New York zeigt in der Ausstellung «Read My Pins: The Madeleine Albright Collection» eine Auswahl der 200 interessantesten Stücke aus der privaten Sammlung der ehemaligen Außenministerin. Für die Friedensverhandlungen im Nahen Osten steckte sie sich zum Beispiel gerne eine Schildkröte an, weil die Gespräche so zäh voran gingen. Aber auch Friedenstauben, die Freiheitsstatue mit Sonnenbrille oder eine Schlange schmückten Albrights Revers und gehören jetzt zu den Exponaten. Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar zu sehen.

O'Keeffe-Retrospektive in New York

Georgia O’Keeffe Series I, No. 8, 1919 Oil on canvas, 20 x 16 in. (50.8 x 40.6 cm)

Georgia O’Keeffe Series I, No. 8, 1919 Oil on canvas, 20 x 16 in. (50.8 x 40.6 cm)

Georgia O'Keeffe (1887-1986) gilt als eine der einflussreichsten abstrakten Künstlerinnen der USA. Das New Yorker Whitney Museum of American Art widmet ihrem Werk unter dem Titel «Georgia O'Keeffe: Abstraction» eine große Retrospektive. Gezeigt werden mehr als 130 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Skulpturen. Zu den Exponaten gehören außerdem Porträtfotos, die der Fotograf Alfred Stieglitz - fünf Jahre lang Ehemann der Malerin - von seiner Frau gemacht hat. Die Ausstellung ist bis zum 17. Januar in New York zu sehen. Danach öffnet «Georgia O'Keeffe: Abstraction» in der Phillips Collection in Washington (6.Februar - 9. Mai) und im Georgia O'Keeffe Museum in Santa Fe (28. Mai- 10. September).

Michelangelos römische Architektur

Plakat der Michelangelo-Ausstellung in Rom

Dem architektonischen Wirken von Michelangelo in Rom geht jetzt eine umfassende Ausstellung in den kapitolinischen Museen der Ewigen Stadt nach. Die Schau "Michelangelo, Architetto a Roma" widmet sich den zahlreichen Bauwerken der Stadt am Tiber, die die unverkennbare Handschrift des berühmten Renaissance-Künstlers (1475-1564) tragen. In 105 Exponaten - darunter Studien und Entwürfe - wird dem Besucher ein chronologischer Überblick über die wichtigsten Bauten des Künstlers gegeben. So gehen etwa die Kuppel der Petersbasilika, die Neuordnung des Kapitolsplatzes und das monumentale Stadttor der Porta Pia auf Michelangelo zurück. Der Künstler soll die harmonische Stadtlandschaft Roms zu Lebzeiten unter anderem als "musikalisch" beschrieben haben. Die Schau ist noch bis zum 7. Februar geöffnet.

Oscar Niemeyers Architektur

Palacio da Alvorada, die offizielle Residenz der brasilianischen Präsidenten.Designed by architect Oscar Niemeyer (AP Photo/Eraldo Peres)

Palacio da Alvorada

Für Oscar Niemeyer sei die kürzeste Entfernung zwischen zwei Punkten nicht eine gerade Linie, sondern ein Bogen, heißt es. Der 101 Jahre alte brasilianische Architekt ist schließlich für seine mit schwungvollen Kurven versehenen Bauten weltberühmt geworden. Einen Rückblick auf das Werk des großen Baumeisters aus Rio de Janeiro bietet noch bis zum 22. November eine Ausstellung in der Telefónica-Stiftung in Madrid. Zu sehen sind Entwürfe, Modelle, Zeichnungen und Fotos aus den vergangenen 70 Jahren, darunter die der von ihm konzipierten Hauptstadt Brasília. In Spanien hat Niemeyer das Internationale Kulturzentrum von Avilés im Norden des Landes entworfen, das demnächst eröffnet werden soll

Ra/ dpa

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