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Reise

Biikefeuer vertreiben den Winter

Am 21. Februar erstrahlt die gesamte Nordseeküste in Schleswig-Holstein wieder im Feuerschein. Dieser alte friesische Brauch zum Winterende lockt stets zahlreiche Gäste an.

Ob auf Sylt, Amrum oder in St. Peter Ording – in mehr als 60 Orten steigen am Wochenende die lodernden Flammen der "Biike" in den Abendhimmel; Biike ist das friesische Wort für Feuerzeichen. Mit Feuer den Winter vertreiben – diese Tradition ist an der Nordsee mehr 2000 Jahre alt. Und vielen Friesen gilt die Biike als "Nationalfest".

Die Ursprünge des Biike-Brennens liegen bei den heidnischen Germanen. Wotan, höchste Gottheit und Herrscher über Krieg und Sturm, sollte mit Hilfe des Feuers günstig gestimmt werden. Später dann wurden mit der Biike die heimischen Seefahrer verabschiedet, die nach der Winterpause wieder auf Walfang gingen.

Heute ziehen die flammenden Holzstöße zahlreiche Touristen an. Gemeinsam mit den Einheimischen wird gesungen, getanzt und getrunken. Sind die Biike-Feuer abgebrannt, geht es in die Gasthäuser zum gemeinsamen Grünkohlessen.

ks/ak (DZT, SH-Tourismus)