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Kultur

"Big Bang" - eine Ausstellung ist ordentlicher, als es scheint

Mit dem Urknall vergleicht das Pariser Centre Pompidou seine neue Ausstellung. "Big Bang" sprengt den Rahmen herkömmlicher Präsentationen: Auf gigantischen 4500 Quadratmetern werden von Mittwoch (15. Juni 2005) an mehr als 800 Meisterwerke des 20. Jahrhunderts gezeigt. Der Clou: Die Exposition ist nicht chronologisch geordnet und auch nicht nach Genres oder Kunstrichtungen. Die Namen der vertretenen Künstler lesen sich wie ein Who's Who der modernen Kunst: Yves Klein, Pablo Picasso, Georges Braque, Thomas Schütte, Annette Messager, Georg Baselitz, Jackson Pollock, George Grosz, René Magritte, André Derain...

Die Ausstellungsmacher setzen auf Konfrontation von Werken, deren gemeinsamer Nenner die Zerstörung und Neuschaffung in der Kunst des 20. Jahrhunderts ist. Man bekommt wohl nur selten gegenüber gestellt "Die Stadt" von Robert Delaunay - eines seiner noch kubistisch angehauchten Fensterbilder, die mit der farbigen Zerlegung des Lichts spielen - und das Architekturmodell "Appartementkomplex, Wien" von Coop Himmelblau. Ebenso unerwartet wirken Otto Dix' "Journalistin Sylvia von Harden" und die "Komposition mit dem Theater der Welt" von Aldo Rossi. Die Ausstellung ist bis 28. Februar 2006 zu sehen.