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Kultur

Bieter reißen sich um Picasso-Postkarte

1918 schickte Pablo Picasso einem Freund eine Ansichtskarte nach Paris. Fast 100 Jahre später löste das kleine Kunstwerk bei einer Auktion ein fesselndes Bieterduell aus. Das Ausgangsangebot wurde deutlich übertroffen.

Für 166.000 Euro wechselte heute eine Postkarte von Pablo Picasso den Besitzer. Ersteigert wurde sie von einem privaten Sammler aus Übersee, teilte das baden-württembergische Auktionshaus Gärtner mit. Neben dem stolzen Kaufpreis muss der Telefonbieter auch eine Provision zahlen und so insgesamt über 200.000 Euro für die Ansichtskarte berappen. Er war nicht der einzige, der sich für die Picasso-Karte interessierte: Es habe ein spannendes Bieterduell auf Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch gegeben, so das Auktionshaus, das die Karte von einer ungenannten französischen "Unternehmerpersönlichkeit" bekam.

Zurück an den Absender

Das Ausgangsgebot für die nahezu 100 Jahre alte Ansichtskarte lag bei 100.000 Euro. Sie zeigt einen Blick auf die Stadt Pau in Südfrankreich. Wertvoll für Sammler ist sie vor allem deswegen, weil Picasso (1881-1973) auf der Rückseite eine Zeichnung hinterließ, die seiner kubistischen Serie "La nature morte" zuzuordnen ist.

Der Postkartengruß machte sich am 5. September 1918 auf den Weg nach Paris, Adressat war der Dichter Guillaume Apollinaire, ein enger Freund des Malers. Die Karte erreichte ihn allerdings nicht, weil Picasso ins Empfängerfeld auf Spanisch "Don Guillermo Apollinaire" geschrieben hatte. Ein Aufdruck zeigt, dass sie zurück an den Absender ging.

suc/uh (dpa, ntv)