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Kultur

Biermann schimpft weiter

Wenig vor der Verleihung der Ehrenbürgerwürde von Berlin hat der Liedermacher Wolf Biermann seine Kritik an der rot-roten Landesregierung der Hauptstadt bekräftigt. Biermann nannte die Koalition aus SPD und PDS am Montag im ZDF- Morgenmagazin "schlimmer als ein Verbrechen, nämlich einen Fehler". Er erhalte seine Ehrung nicht von einer Partei oder dem Senat, sondern von den Abgeordneten des Berliner Parlaments. Er habe es sich ehrlich verdient, dass man um ihn streite. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde war monatelang kontrovers diskutiert worden. Gegen die Ehrung des 70-Jährigen stimmte nur die Linkspartei. SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Grüne waren dafür.

Biermann hatte es am Wochenende als verbrecherisch bezeichnet, dass die SPD sich mit der PDS ins Bett gelegt habe. Er werde bei der Verleihung der Ehrenbürgerurkunde am Nachmittag den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) darauf aber nicht ansprechen. Wowereit hält die Laudatio.

Biermann sagte, er sei zwar ein "Hamburger Fischkopp", aber er habe in Berlin an der Humboldt-Universität studiert und am Berliner Ensemble gearbeitet. In dieser Stadt sei er der geworden, der er jetzt sei. "Ich bin - ohne Übertreibung - ein Berliner", sagte Biermann.