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Fußball

Bielefeld gelingt Pokalsensation gegen Berlin

120 Minuten passiert quasi nichts, dann beweist Bielefeld im Elfmeterschießen die besseren Nerven und wirft Berlin aus dem DFB-Pokal. Auch Hannover 96 strauchelt, während der BVB souverän siegt.

Arminia Bielefeld - Hertha BSC 4:2 n.E. (0:0)

Ideenlos, uninspiriert und blutleer - der Auftritt von Bundesligist Hertha BSC beim Drittligisten Arminia Bielefeld lässt sich kaum anders beschreiben. Über lange Strecken gelang den Berlinern rein gar nichts vor 24.000 Zuschauern auf der Bielefelder Alm. Die Bielefelder zeigten defensiv eine gute Leistung, waren ihrerseits in der Offensive aber ebenso mittellos wie die Hauptstädter. So vergingen zunächst 90, dann 120 torlose Minuten. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen: Weil Julian Schieber ebenso vergab wie Sandro Wagner und bei der Arminia alle außer Stephan Salger trafen, zog Bielefeld überglücklich in die nächste Runde ein.

VfR Aalen - Hannover 96 2:0 (1:0)

Ohne einen einzigen Torschuss zur Führung - Dieses Kunststück gelang dem VfR Aalen in der Pokalpartie gegen Hannover 96. Der Zweitligist profitierte in der 24. Minute von einem dicken Schnitzer in der 96-Verteidigung als Ceyhun Gülselam einen Querpass mit dem Schienbein unhaltbar ins eigene Tor lenkte. Hannovers Gegenwehr wirkte nach dem Auswärtssieg in Dortmund erstaunlich verzweifelt - und blieb ergebnislos. Nach einer Stunde kombinierte sich der VfR mit einer schönen Passstafette im 96-Strafraum zum 2:0 durch Michael Klauß. "Gegen Aalen kann man mal verlieren", skandierten die VfR-Fans danach höhnisch und hatten damit an diesem Abend recht.

Jubel bei Borussia Dortmund (Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Jubel bei Borussia Dortmund: Nach vier Bundesliga-Pleiten in Serie holt sich der BVB Selbstvertrauen im Pokal

FC St. Pauli - Borussia Dortmund 0:3 (0:2)

Dortmund bleibt sich treu: Am Wochenende pfui, unter der Woche hui. Während der BVB nach vier Pleiten in Folge in den Tabellenkeller der Bundesliga abgerutscht ist, läuft es in den Pokalwettbewerben weiter rund. Sowohl in der Champions League als auch im Pokal stimmt die Leistung der Borussen. Gegen Zweitligist FC St. Pauli gewann die Elf von Trainer Jürgen Klopp mit relativ geringem Krafteinsatz am Ende klar mit 3:0. Ciro Immobile (33.), Marco Reus (44.) und Shinji Kagawa (86.) machten die Tore für den BVB.

MSV Duisburg - 1. FC Köln 1:4 n.E. (0:0)

Weniger Torchancen, sondern vielmehr ein Tritt von Slawomir Peszko sorgte in dieser Partie für die erste echte Aufregung: Nach einem Geplänkel im Mittelfeld trat der Kölner plötzlich unvermittelt seinen Gegenspieler Tim Albutat mit voller Wucht gegen das Schienbein, als er einen Freistoß schnell ausführen wollte. Schiedsrichter Peter Sippel zögerte nicht und zeigte Peszko Rot (71.). In einer weitgehend schwachen Partie hielt Duisburg erstaunlich gut mit Bundesligist Köln mit, kombinierte gefällig, konnte die Überzahl jedoch nicht nutzen - weder in der regulären Spielzeit, noch in der Verlängerung. Im Elfmeterschießen schlug dann die Stunde von Kölns Keeper Timo Horn, der gegen die Duisburger Dennis Grote und Zlatko Janjic glänzend parierte und so den 1. FC Köln eine Runde weiter brachte.

1. FC Kaiserslautern - SpVgg. Greuther Fürth 2:0 (2:0)

Ein Auftakt nach Maß für die Roten Teufel: Fürth verstolperte im Mittelfeld einige Bälle, leistete kaum Gegenwehr in der Abwehr und geriet folgerichtig zeitig in Rückstand, weil Kaiserslautern effizient aufspielte. Philipp Hofmann nutzte die Fürther Passivität in der Anfangsphase gleich doppelt zur frühen 2:0-Führung (12. und 22.), die bis zum Spielende Bestand hatte.

Dynamo Dresden - VfL Bochum 2:1 n.V. (1:1)

DFB-Pokal und Dynamo Dresden - das bedeutete in der Vergangenheit nicht immer Gutes. Fanausschreitungen und Gewalt brachten den Sachsen Ärger und Geldstrafen ein, blieben beim Heimspiel gegen den VfL Bochum jedoch glücklicherweise aus. Dazu mag auch der Spielverlauf beigetragen haben. Nachdem Bochum zunächst überraschend durch Simon Terodde in Führung gegangen war (53.), schlug Dynamo zurück: Justin Eilers traf doppelt (61. und 94.) und schoss Dresden damit eine Runde weiter. Nicht unerwähnt soll jedoch die Szene des Spiels bleiben: Eilers hätte in der 116. Minute sein drittes Tor machen müssen, traf aber aus 20 Metern das leere Tor nicht - und musste sich dennoch nicht lange darüber ärgern.

Spieszene aus Chemnitzer FC - Werder Bremen (Foto: REUTERS/Fabrizio Bensch)

Bremen zeigt ein neues Gesicht: Mit Kampfgeist und einem neuen Trainergespann gewann der SVW in Chemnitz

Chemnitzer FC - Werder Bremen 0:2 (0:1)

Ohne jegliche Regung im Gesicht, beinahe teilnahmslos beobachtete Bremens neuer Trainer Victor Skripnik das 1:0 durch Fin Bartels (31.), während sein ebenfalls neuer Co-Trainer Torsten Frings daneben ausgelassen jubelte. Der ukrainische Chefcoach sah in seiner ersten Partie in neuer Funktion ein solides Spiel seiner Mannschaft gegen den Chemnitzer FC. Ob der 2:0 (1:0)-Sieg beim Drittligisten schon eine Trendwende nach zuletzt desolaten Auftritten der Grün-Weißen markiert, wird sich am Wochenende bei Skripniks Bundesliga-Premiere in Mainz zeigen.

Kickers Offenbach - Karlsruher SC 1:0 (0:0)

Tollhaus Bieberer Berg: In der 63. Minute brach ein Jubelsturm auf den Rängen der Offenbacher Arena los. Jürgen Gjasula stieg im Strafraum von Gegner Karlsruhe am höchsten, verlängerte mit dem Kopf auf Benjamin Pintol, der freistehend aus fünf Metern zur Führung für die Kickers einschob. Die knapp 20.000 Zuschauer in Offenbach sahen danach überraschenderweise weiter hauptsächlich den OFC im Angriff. So war der Sieg am Ende verdient und eine Serie fortgesetzt: Karlsruhe ist der achte Zweitligist in Serie, der an den Kickers scheitert.

Alle Ergebnisse und Termine im DFB-Pokal finden Sie hier.

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