Bibbern in Pyeongchang | Sport | DW | 05.02.2018
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Olympische Winterspiele

Bibbern in Pyeongchang

Das Thermometer sackt im südkoreanischen Olympiaort derzeit auf bis zu minus 20 Grad Celsius. Die Sportler müssen sich gegen die Kälte wappnen.

Winter ist nicht gleich Winter. Zuweilen können frühlingshafte Temperaturen herrschen, oder auch klirrende Kälte, die an die Polarregionen erinnert. Letzteres gilt derzeit  für Pyeongchang in Südkorea, wo am Freitag die Olympischen Winterspiele eröffnet werden. Bis zu minus 20 Grad Celsius zeigen die Thermometer derzeit an, ein eisiger Wind macht die Sache zusätzlich unangenehm.

Aus Vorsicht nicht zur Eröffnungsfeier?

Als Rekord-Tiefsttemperatur gilt für diese südkoreanische Region minus 24,1 Grad, gemessen am 13. Februar 2008. "Es ist tatsächlich so, dass wir uns vor zwei, drei Tagen intensive Gedanken wegen der Kälte gemacht haben", sagte der deutsche Olympiaarzt Bernd Wolfarth. Wichtig sei es, alle Hautflächen zu schützen, auch im Gesicht. So setzen manche Athleten Gesichtsmasken auf oder tapen sich die Wangenknochen und den Nasenbereich. "Zum Glück", sagt Wolfarth, soll die Extremkälte in den nächsten Tagen etwas nachlassen: "Einstellige Minusbereiche sind bei entsprechender Kleidung kein Problem." Sollte es doch wieder sehr frostig werden, könne es sein, dass der eine oder andere Athlet, der schon einen Infekt habe oder sich nicht wohl fühle, nicht zur Eröffnungsfeier erscheine.

Überall Wärmepflaster

Der japanische Skisprung-Altmeister Noriaki Kasai bereitet sich wegen der klirrenden Kälte besonders auf den ersten Tag seiner achten Olympia-Teilnahme. "Der gruseligste Teil wird die Eröffnungsfeier sein", sagte der 45-Jährige. "Ich werde Wärmepflaster an meinem gesamten Körper tragen müssen." Die Organisatoren treffen bereits Vorkehrungen, damit die Athleten sowie die 35.000 Zuschauer nicht allzu sehr frieren müssen. Neben Schutzplanen gegen den eisigen Wind installieren die Südkoreaner 27 Wärmezonen und 40 mobile Heizstrahler im Stadion. Zudem sollen auf jedem Platz eine Decke, Heizkissen sowie Wärmepads für Hände und Füße bereitliegen.

Südkorea Pyeongchang Kälte (picture-alliance/Lehtikuva/T. Jaakonaho)

Proben für die "Flower Ceremony" im Skilanglaufzentrum Alpensia nahe Pyeongchang

Eisenbichler: "Das stecken wir weg"

Hart im Nehmen sind die Skispringer. "Den Punkt, dass Springen nicht mehr möglich ist, gibt es nicht", sagte Markus Eisenbichler. "Wir sind schon bei minus 25 Grad in Kuusamo [in Finnland - Anm. der Red.] gesprungen, das ist jetzt nicht das Problem für uns." Eine spezielle Vorbereitung für frostige Flüge von der Schanze gebe es nicht: "Das stecken wir weg." Auch der Sportdirektor der deutschen alpinen Skifahrer blickt gelassen auf das Thermometer. "Wir sind schon bei minus 33 Grad gefahren. So kalt wird es nicht werden", sagte Wolfgang Maier. Deshalb sollte man das Thema Kälte nicht überbewerten und froh sein, nicht wie im Dezember und im Januar Regen zu haben. Riesenslalom-Ass Viktoria Rebensburg ist auf die Kälte von Pyeongchang vorbereitet: "Ich habe zwei Ski-Unterwäschen eingepackt und Heizsocken."

sn/ck (sid, dpa)   

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