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Amerika

Bewegender Abschied von Michael Jackson

Weltweit haben sich Millionen Fans versammelt, um Abschied von Michael Jackson zu nehmen. In Los Angeles fand die offizielle Trauerfeier für den "King of Pop" statt.

Trauerfeier für Michael Jackson in Los Angeles (Foto: AP)

Trauerfeier für Michael Jackson

Soulstar Smokey Robinson hat am Dienstag (07.07.2009) die offizielle Trauerfeier für Michael Jackson in Los Angeles eröffnet. Er las verschiedene Grußworte vor, etwa von Nelson Mandela, dem früheren südafrikanischen Präsidenten, und Soul-Legende Diana Ross. Im Hintergrund der Bühne prangte ein Bild des "King of Pop" mit der Aufschrift "In Loving Memory" (In liebevollem Gedenken). In den ersten Reihen saßen Jacksons Familie und Freunde.

Nach minutenlangem Schweigen erklang Klaviermusik. Zu den Gesängen eines Gospelchors wurde der vergoldete, mit einem großen Rosen-Bouquet geschmückte Sarg mit dem Leichnam des Popstars ins Staples Center gebracht und auf der Bühne aufgebahrt.

Der Sarg von Michael Jackson wird von Jacksons Brüdern in das Staples Center in Los Angeles gebracht (Foto: AP)

Michael Jacksons Brüder tragen den Sarg ins Staple Center

An der Veranstaltung konnten allerdings nur 17.500 Fans direkt teilnehmen. 11.000 von ihnen durften in das Staples Center, weiteren 6500 wurde ermöglicht, die Feier auf Video-Leinwänden in einem gegenüberliegenden Theater zu verfolgen. Die Eintrittskarten, um die sich rund 1,6 Millionen Fans im Internet beworben hatten, wurden verlost. Trotz Warnung der Veranstalter, die Karten nicht weiterzuverkaufen, tauchten etliche Angebote bei Online-Auktionshäusern auf.

Bestattungstermin noch nicht bekannt

Michael Jackson (Foto: AP)

Michael Jackson 1958 - 2009

Vor der öffentlichen Trauerfeier in Los Angeles haben Familie und Freunde am Dienstag in einer privaten Zeremonie auf dem Prominentenfriedhof Forest Lawn des Verstorbenen gedacht. Zunächst hatte es geheißen, Michael Jackson solle noch vor dem öffentlichen Abschied beerdigt werden. Unklar blieb, wann Jackson nun bestattet werden soll.

An der Veranstaltung nehmen unter anderem die Musiker Mariah Carey, Jennifer Hudson, Usher und Stevie Wonder teil. Sängerin und Schauspielerin Queen Latifah würdigte Jackson mit den Worten: "Michael war der größte Star auf Erden." Weitere Gäste sind Basketballstar Kobe Bryant, Motown-Gründer Berry Gordy, der US-Bürgerrechtler Al Sharpton und Martin Luther King III, der älteste Sohn des ermordeten Bürgerrechtlers Martin Luther King Junior. Jacksons langjährige Vertraute Liz Taylor wollte hingegen nach eigenen Angaben nicht an der Veranstaltung im Staples Center teilnehmen. Sie könne nicht "Teil dieses öffentlichen Traras" um Jackson sein. Sie liebe ihn zu sehr.

In Berlin versammelten sich mehrere tausend Menschen in
der Halle O2 World, um der Trauerfeier zu folgen. Auch andernorts fanden öffentlich aufgebaute Leinwände großen Zuspruch.

Ein mediales Mega-Ereignis

Die Jackson-Familie hat Sendern in aller Welt eine kostenlose Live-Übertragung angeboten. Die Organisatoren rechneten weltweit mit bis zu 750 Millionen Fernsehzuschauern. Die Trauerfeier könnte damit eines der größten Ereignisse der TV-Geschichte werden. Auch einige deutsche Fernsehsender stellten für den "King of Pop" ihre Programme um.

Ein Fan unterschreibt das Riesenposter vor dem Staples Center in Los Angeles (Foto: AP)

Ein Fan unterschreibt das Riesenposter vor dem Staples Center in Los Angeles

Ansturm auf Jackson-Musik ungebrochen

Knapp zwei Wochen nach dem Tod des Popstars hält der Ansturm auf seine Musik an. In Deutschland kletterte Michael Jackson in den Album-Charts auf die Plätze eins und zwei mit dem Best-of-Album "King Of Pop" und "Thriller". In den Single-Charts erreichte "Thriller" mit Platz neun einen besseren Rang als in den 1980er Jahren. Insgesamt 24 Singles und neun Alben platzierten sich in den aktuellen deutschen Hitparaden.

Michael Jackson während seines Konzertes am 31.01.1993 in Californien (Foto: AP)

Enorme Nachfrage nach Michael Jacksons Alben

Kampf um Jacksons Vermögen

Im Kampf um den Michael Jacksons Nachlass musste seine Mutter Katherine unterdessen eine Niederlage vor Gericht hinnehmen. Ein Richter ernannte Jacksons langjährigen Anwalt John Branca und den Musikmanager John McClain zu Nachlassverwaltern. Jackson hatte diesen Wunsch bereits vor sieben Jahren in seinem Testament zum Ausdruck gebracht. (kis/sams/ter/wa/mas/ap/dpa/afp/rtr)

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