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Literatur

Besucherrekord bei der Leipziger Buchmesse

Mit rund 285.000 Besuchern können sich die Veranstalter über ein deutliches Besucherplus freuen. Allein auf dem Messegelände wurden 208.000 Besucher gezählt, den Rest steuerte das Festival "Leipzig liest" bei.

"Die Messe hat einen guten Lauf", bestätigte Direktor Oliver Zille. Trotz der verschiedenen Herausforderungen, vor denen die Buchbranche stehe, herrsche Optimismus vor. Aus gutem Grund, denn seit Jahren steigen die Besucherzahlen kontinuierlich. 2016 wurden 260.000 Besucher gezählt, jetzt drängten sich noch mehr Buchfans in den vollen Hallen. Rund 3400 Veranstaltungen auf 570 Bühnen standen auf dem Programm.

 2493 Aussteller aus 43 Ländern präsentierten in Leipzig ihre Werke. Parallel dazu zog die Buchmesse Scharen bunt kostümierter Cosplayer an, da das Event traditionell von der Manga-Comic-Con begleitet wird. Für die Veranstalter gehört die Manga-Messe untrennbar zur Buchmesse, denn sie zieht junge Leute an.

Litauens Literatur im Fokus 

Die Frühlingsschau der Branche habe gezeigt, wie lebendig die Begeisterung der Leser für Bücher und Büchermacher sei, erklärte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. In diesem Jahr war Litauen das Schwerpunktland, dessen hierzulande  häufig unbekannte Autoren es zu entdecken galt. Die Balten stießen auf reges Interesse an ihrem Land und ihrer Literatur. Der Auftritt sei ein Durchbruch für die Wahrnehmung Litauens gewesen, sagte Ausrine Zilinskiene, Direktorin des Litauischen Kulturinstitutes.

"Als Fach- und Publikumsmesse gab die Leipziger Buchmesse auch 2017 wieder wichtige Impulse zur Literaturvermittlung für Verleger, Buchhändler, Autoren, Lektoren, Übersetzer, Blogger oder Leser", so Buchmesse-Direktor Zille.

Politisch wie nie

Leipziger Buchmesse (picture-alliance/dpa/J. Woitas)

Schriftzug auf der Buchmesse

Zugleich gab sich die Messe politisch wie nie zuvor. Die Buchmesse und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nutzten die Veranstaltung, um auf die Bedrohung der Meinungsfreiheit weltweit aufmerksam zu machen. In zahlreichen Podiumsdiskussionen wurde über die Zukunft Europas, die Lage in der Türkei und den Populismus in manchen Ländern diskutiert.  "Die Buchbranche gestaltet eine demokratische und offene Gesellschaft aktiv mit, das haben Verlage, Autoren und Leser auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse deutlich gezeigt", erklärte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins.

Im kommenden Jahr wird Rumänien Gastland bei der Buchmesse sein, 2019 folgt dann Tschechien. Die nächste Leipziger Buchmesse findet vom 15. bis 18. März 2018 statt.


suc/kle (epd/kna)

 

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