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Kultur

Besucherrückgang auf der Buchmesse

Die weltgrößte Bücherschau, die Frankfurter Buchmesse, hat auch dieses Jahr einen Besucherrückgang zu verzeichnen. Dabei hatten sich Branchenvertreter zu Beginn der Messe optimistisch gezeigt.

In Frankfurt geht die Buchmesse zu Ende. Insgesamt kamen während der fünf Tage rund 270.000 Menschen zum weltgrößten Branchentreff, etwa 6000 weniger als letztes Jahr. Bei den Fachbesuchern wurden knapp zwei Prozent weniger gezählt als 2013, wie Messeverteter in einer vorläufigen Bilanz berichteten. Das allgemeine Lesepublikum, das nur an diesem Wochenende Zugang hatte, liege zahlenmäßig etwa auf dem Niveau von 2013.

Dabei hatten sich Branchenvertreter zu Beginn der Bücherschau mehr als optimistisch gezeigt. Heinrich Riethmüller, der Vorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, hatte betont, der deutsche Buchmarkt habe sich nach vielen Jahren der Krise positiv entwickelt. "Nie wurden digital oder gedruckt mehr Bücher verkauft als im letzten Jahr, und zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Umsatz des stationären Buchhandels leicht gewachsen."

Gastland Finnland: "Wachsendes Interesse" festgestellt

Auch seitens der Organisatoren des diesjährigen Gastland-Auftritts hatte man am Samstag, dem vorletzten Messetag positive Töne angeschlagen. Die Cheforganisatorin von Finnlands Auftritt, Iris Schwanck, habe ein "ungeheuer wachsendes Interesse" an Literatur und Kultur ihres Landes festgestellt. Für die finnische Verlagsindustrie werde sich dies bezahlt machen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Buchmessenvertreter einen Besucherrückgang festgestellt. 276.000 Menschen waren gekommen, das waren gut zwei Prozent weniger als 2012. Auf der Messe, die vom Dachverband der deutschen Buchbranche organisiert wird, hatten rund 7000 Aussteller aus 100 Ländern ihre Prdoukte gezeigt. Als Gründe für das erneute Minus sieht Buchmessen-Sprecherin Katja Böhne die weltweite Konsolidierung der Buchbranche sowie die schwierige Lage in Ländern wie Italien und Spanien.

Zudem hat die digitale Konkurrenz in den vergangenen Jahren vielen Verlagen zu schaffen gemacht. Vor allem der Online-Händler Amazon fordert die Branche heraus. Zu Beginn der Messe kündigte der Internet-Gigant eine monatliche Flatrate in seinem Kindle-Dienst an.

as,cr (dpa/buchmesse.de)