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Deutschlehrer-Info

Bessere Leistung durch späteren Schulbeginn

Eine Viertelstunde mehr Schlaf kann Schüler leistungsfähiger machen – zu diesem Schluss kommt eine psychologische Studie der Universität Basel. Ein späterer Schulbeginn könnte also zu besseren Lernergebnissen führen.

Ein Schüler ist im Klassenzimmer über seinen Heften eingeschlafen, gestellte Aufnahme vom 11.02.2006. Foto: Heiko Wolfraum +++(c) dpa - Report+++

Müder Schüler

In einer Studie unter Schülern zwischen 13 und 18 Jahren untersuchten Wissenschaftler der Universität Basel den Einfluss der Schlafmenge auf die Leistung und die Laune von Jugendlichen. Ihr Ergebnis: Mit nur 15 Minuten mehr Schlaf waren die Schüler im Unterricht aufmerksamer, wacher und wiesen eine positivere Grundeinstellung auf.

Der Grund dafür soll die Verschiebung der Einschlafphase bei Jugendlichen sein. Während kleinere Kinder meist früh einschlafen und früh wieder aufstehen, verschiebt sich bei Jugendlichen die Ruhephase deutlich nach hinten – und das bei einem gleich bleibenden Schlafbedürfnis von etwa 9 Stunden.

In der psychologischen Untersuchung begann der Unterricht für einen Teil der 2700 Schüler bereits um 7.40 Uhr, für die restlichen Teilnehmer erst um 8 Uhr. Die zweite Gruppe fühlte sich während des Unterrichts wesentlich seltener müde oder erschöpft, obwohl sie nur rund 15 Minuten länger als ihre Altergenossen geschlafen hatten.

Jugendliche, die weniger als acht Stunden schliefen, zeigten eine große Tagesmüdigkeit, schlechtere Schulleistungen und allgemein eine negativere Lebenseinstellung. Viele Jugendliche, so die Schlussfolgerung der Psychologen, litten durch den frühen Schulbeginn unter einem Schlafdefizit, das bereits mit einer geringfügigen Verschiebung des Unterrichtsbeginns behoben werden könnte.

rh/ip (dapd)