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Deutschlehrer-Info

Bessere Bedingungen für DaF-Lehrer

Hunderttausende Flüchtlingskinder brauchen Deutschunterricht. Lehrerverbände fordern deshalb, auch Seiteneinsteigern ohne Lehramtsstudium eine Chance im Schuldienst zu geben.

Angesichts von Hunderttausenden schulpflichtigen Flüchtlingen im Jahr 2015 fordern Lehrerverbände die Kultusminister dazu auf, die Situation von Lehrern für Deutsch als Fremdsprache an allgemeinbildenden Schulen zu verbessern. „Man muss ihnen Mehrjahresverträge bieten, die die Perspektive auf eine Festanstellung oder eine bevorzugte Behandlung bei der Vergabe von Planstellen beinhalten“, sagt der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger. Die bisherigen Konditionen mit Kurzzeitverträgen bezeichnet er als „System der Ausbeutung“.

Auch der Fachverband für Deutsch als Fremdsprache fordert die Einstellung von Lehrkräften mit einschlägiger didaktischer Hochschulausbildung für Vorbereitungs-, Sprach- und Förderklassen mit Flüchtlingskindern an Schulen. Verbandsvorsitzender Matthias Jung meint, es gebe nicht zu wenig Fachkräfte für diese Aufgabe, sondern die Politik stelle die falschen Anforderungen.

„Die Schulverwaltungen wollen immer Leute mit dem Zweiten Staatsexamen einstellen, das heißt klassische Lehrer mit zwei Fächern“, sagt Jung. Statt Fachkräfte mit Deutsch als Zweit- und Fremdsprache einzustellen, gebe es Schulen, die pensionierte Lehrer aus irgendeinem Fach für den Deutschunterricht von Flüchtlingskindern zurückholen. Diesen fehle jedoch oft das Bewusstsein für Deutsch als Fremdsprache. Jung bezeichnet es als Katastrophe, wenn die Vorstellung entsteht, „jeder, der Deutsch spricht, kann Deutsch unterrichten.“

sts/mk (mit KNA; epd)

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